Naturdenkmal Nr. 65/62 "Gießen südlich Auenhofen"

Beschreibung

Das Feuchtgebiet besteht aus einem Altarm der Wurzacher Ach mit Quellschüttungen. Nach dem Verlassen eines Aufforstungsgebietes ist das Altwasser gesäumt von Röhricht, Großseggen und Hochstauden, sowie von einzelnen Gehölzen.

Besonders schützenswert sind:

  • Der Altarm als Teil einer Biotopvernetzung entlang der Wurzacher Ach als Migrations- und Rückzugsraum artenreicher Lebensgemeinschaften
  • Das Altwasser als Landschaftsprägendes Element und Zeuge eines ehemals mäandrierenden Flusslaufs
  • Das Feuchtgebiet wegen seiner Wasserrückhaltefähigkeit einerseits und seiner Frischwasserspende für die belastete Wurzacher Ach anderseits
  • Die typische Ausprägung einer Altwasservegetation als Lebensraum einer in Baden-Württemberg sehr seltenen Pflanzenart:                                                                                          Wasserfeder (Hottonia palustris)
  • Der Lebensraum verschiedener Libellen, darunter einer in Baden-Württemberg stark bedrohten Art:
    Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens)
    Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrich puella)
    Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguinea)

Gefährdung

Der Altarm ist trotz Quellschüttung von deutlicher Eutrophierung bedroht, vermutlich aus Sickerwässern einer ehemaligen Rindendeponie, die inzwischen geräumt ist. Im Zuge des Bestandsumbaus in der angrenzenden Fichtenreinaufforstung sollte die Altarmschnitte von Laubholz begleitet werden.