Diepoldshofen

Ein­woh­ner

647 (Stand 31.08.2018)

La­ge

Die Ort­schaft Die­polds­ho­fen, im Nord­wes­ten der Ge­mar­kung Leut­kirch ge­le­gen, be­steht aus den Orts­tei­len Die­polds­ho­fen, Hünlis­ho­fen, Üben­dorf, Steg­rot, Ober- und Un­ter­bur­karts­ho­fen, Ried­lings so­wie den Ein­zel­hö­fen Rim­mel­din­gen, Staig­haus, Bo­den­haus, Berg­kö­nig, Er­len­stock, Rast, Schap­fen und Wei­ßen­bau­ren.

Informationen

Das Ge­biet der Kir­chen­ge­mein­de Die­polds­ho­fen ist - wie so oft im All­gäu - nicht iden­tisch mit dem Ge­biet der Ort­schaft Die­polds­ho­fen. Es um­fasst nur die Orts­tei­le Die­polds­ho­fen, Hünlis­ho­fen nörd­lich der Rot, Ober- und Un­ter­bur­karts­ho­fen und die Ein­zel­hö­fe Rim­mel­din­gen, Staig­haus, Er­len­stock, Berg­kö­nig und Bo­den­haus. Aus dem Ge­biet der Stadt Bad Wurz­ach ge­hört der Wei­ler Bau­ho­fen zur Kir­chen­ge­mein­de Die­polds­ho­fen.

Im Jahr 2011 wurde auf Grund des demografischen Wandels im ländlichen Raum die seit 1964 bestehende Hauptschule geschlossen. Im Rahmen einer Gebäudekonzeptionwurde das Schulgebäude zu Bürgerhaus Diepoldshofen  "BHD" umgebaut und umgenutzt. In dem Gebäude sind heute der örtliche Kindergarten, ein Sprachheilkindergarten der Zieglerschen, die Musikkapelle, der Kirchenchor  und die Ortsverwaltung untergebracht.

In Diepoldshofen sind folgende Vereine aktiv: Musikkapelle und Kirchenchor, Dorfbühne (Theaterverein), Sportverein, Reit- und Fahrverein Leutkirch-Diepoldshofen, Kriegerkameradschaft, Landfrauen.

Ansicht von Diepoldshofen

Geschichte

Ei­ne der äl­tes­ten ale­man­ni­schen Sied­lun­gen der Mar­kung Die­polds­ho­fen dürf­te dem Na­men nach zu schlie­ßen Rim­mel­din­gen sein. Der Na­me geht zu­rück auf den Per­so­nen­na­men "Rim­bald" und be­deu­tet "Die Hö­fe des Rim­bald".

Die ei­gent­li­che Be­sied­lung des Ge­mein­de­ge­bie­tes geht auf die Ale­man­nen zu­rück und er­folg­te um 500. Die­polds­ho­fen (Hof des Die­bold) ge­hört zu den ty­pi­schen "hofen-Or­ten".

Luftbild Diepoldshofen
Die ers­te ur­kund­li­che Er­wäh­nung ha­ben wir von Üben­dorf, das 956 n. Chr. erst­mals als "Iben­dorf" ge­nannt wird; es deu­tet nach dem Per­so­nen­na­men Uo­bo auf ein kö­nig­lich frän­ki­sches Land­gut hin.

Ried­lings wird 1043 erst­mals er­wähnt, in­dem ein Er­im­brecht sein Ei­gen­tum in "Ri­ti­li­nes" dem Klos­ter Pe­ters­hau­sen gibt.

Der Na­me "Dieth­bol­des­ho­ven" wird zum ers­ten Ma­le in ei­ner Schen­kungs­ur­kun­de an das Klos­ter Wein­gar­ten im Jahr 1090 ge­nannt. In die­ser Ur­kun­de wird un­ter an­de­ren Gü­tern auch ein Hof vom heu­ti­gen Die­polds­ho­fen auf­ge­führt.

Als Pfar­rei wird "Die­poltz­ho­ven" erst­mals 1275 ge­nannt. Der Pfar­rer von "Mer­hartz­ho­ven" (Me­raz­hofen) war zu­gleich Pfar­rer von Die­polds­ho­fen.

Die al­te, aus dem 15. Jahr­hun­dert stam­men­de Kir­che brann­te wäh­rend des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges (1618 - 1648) im Jah­re 1630 ab; 1650 wur­de sie neu auf­ge­baut. 1846 wur­de die­se Kir­che durch ei­ne neue er­setzt.

Im Jah­re 1339 be­kam der Truch­seß aus dem Hau­se Wald­burg die kai­ser­li­che Er­laub­nis, die Reichs­fes­te Zeil mit Leu­ten und Gü­tern von den Gra­fen von Mont­fort ab­zu­kau­fen. Das hat­te zur Fol­ge, dass die Or­te Gos­polds­ho­fen, Die­polds­ho­fen, Rei­chen­ho­fen, Sei­branz, Alt­manns­ho­fen, Aich­stet­ten u. a. zum Herr­schafts­ge­biet von Zeil ge­hör­ten und die Gra­fen und Fürs­ten von Schloß Zeil als ih­re Pa­tro­nats­her­ren an­er­kann­ten. Der Pa­tro­nats­herr gibt heu­te noch for­mell sei­ne Zu­stim­mung bei der Er­nen­nung ei­nes Pfar­rers.

Erz­her­zog Leo­pold von Ös­ter­reich er­rich­te­te 1619 in Die­polds­ho­fen ei­ne Post­sta­ti­on der Post­stra­ße Füs­sen - En­sis­heim, die bis zum En­de des 17. Jahr­hun­derts be­stand. Das Orts­wap­pen von Die­polds­ho­fen ist des­halb ein Post­horn.

Ortschaftsratssitzungen:

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