Naturdenkmal Nr. 65/51 "Streuwiesen bei Ausnang"

Beschreibung

Die nördliche von zwei Streuwiesen wird im Süden von einem Dach begrenzt, vor allem am Ufer und an den Randbereichen geht sie in Großseggen- und Röhrichtstreifen über. Die südlichere Fläche grenzt an einen Waldrand. Hier stehen Hochstaudenfluren, Großseggen und Röhricht, Gebüsche sind eingestreut.

Besonders schützenswert sind:

  • Die Streuwiesen als nährstoffarme Biotope, die eine Ausgleichsfläche für die Intensivnutzung in der Tal-Aue darstellen, die den Wasserhaushalt im Tal günstig beeinflussen und Lebensgemeinschafen sichern
  • Die beiden Flächen als Teil eines Biotopverbundes im Raum Ausnang–Hofser Ach–Ellmeney sowie über die Boschenmühle in den Raum Wuchzenhofen–Leutkirch
  • Die Röhrichte, Hochstauden und Seggenbestände als Nahrungs- und Brutraum zahlreicher Tierarten
  • Das reiche Orchideenvorkommen:                                        Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)
    Mücken-Hädelwurz (Gymnadenia conopea)
  • Die Lebensräume weiterer geschützter und gefährdeter Arten:
    Germer (Veratrum album)
    Trollblume (Trollius europaeus)
    Breitblättriges Wollgras (Eriophorum latifolium)
    Große Pechlibelle (Ischnura elegans)
    Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella)
    Violetter Silberfalter (Brenthis ino)
    Brauner Waldvogel (Aphantopus hyperantus)
    Ockergelber Dickkopffalter (Ochlodes venatus)
    Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

Gefährdung

Die beiden Streuwiesen sind durch Düngereintrag gefährdet. Als Pflegemaßnahme ist jährliche Spätmahd angezeigt.