Naturdenkmal Nr. 65/31 "Wolfweiher"

Beschreibung

Der Wolfweiher liegt als dystropher Weiher am Rand eines Hochmores, von dem er gespeist wird. Die Übergangszonen sind als Großseggenbestände ausgebildet, die in eine artenarme Pfeifengraswiese mit Hochmoorsegmenten übergehen. Die restlichen Uferzonen werden von Großseggen-Röhricht gesäumt und am Südufer steht eine Fischerhütte mit angepflanzten Laubbäumen. Im Hochmoorbereich stehen vereinzelt Moorkiefern sowie Zitterpappeln und Ohrweiden.

Besonders schützenswert sind:

  • Der Weiher mit seinem dystrophen, braunen Moorwasser als landschaftsprägendes und naturgeschichtlich bedeutsames Element
  • Die Übergangsbereiche mit ihrer Pflanzenzonierung als Ausgleichsflächen für Intensivnutzung und zur Sicherung artenreicher Lebensgemeinschaften
  • Die Kombination des Moorgewässers mit den Verlandungszonen als ökologisch wertvolles Element und Ökozelle
  • Der Wolfweiher in Verbindung benachbarter Feuchtgebiete zur Biotopvernetzung und als Rückzugsraum empfindlicher Lebensgemeinschaften
  • Das Vorkommen bedrohter und geschützter Pflanzen- und Tierarten:                                                                              Sumpfblutauge (Comarum palustris)
    Rauschbeere (Vaccinium uliginosum)
    Aufrechter Igelkolben (Sparganium erectum)
    Alpenhexenkraut (Circaea alpina)
    Scheidenwollgras (Eriophorum vaginatum)
    Nabelsumpfbinse (Eleocharis acicularis)

Gefährdung

Das Feuchtgebiet wird durch Ablagerungen und Badebetrieb bedroht. Das Baden und Befahren mit Wasserfahrzeugen, auch ohne eigene Triebkraft, sollte verboten werden. Die Zufahrt darf nicht ausgebaut werden. Der Damm muss gesichert werden um den Wasserstand von Weiher und Moor zu erhalten. Der Charakter des Moorrandwaldes soll durch Einzelstammweise Nutzung erhalten werden.