Naturdenkmal Nr. 65/21 "Feuchtgebiet Moosweiher"

Beschreibung

Das Südende des Feuchtgebietes wird von einem kleinen Weiher eingenommen, der von Röhricht gesäumt wird. Daran schließt sich eine bewirtschaftete Nasswiese an, die in ihrem nördlichen Bereich in eine Pfeifengras – Streuwiese mit sehr nassen, zwischenmoorartigen Anteilen übergeht. Am Nordostende des Weihers stehen eine Fichtengruppe und eine Hütte, außerdem vereinzelte Pappeln, Weiden und Faulbaumgebüsch am Rand der Streuwiese. Entlang der Straße wird ein 7 Meter breiter Streifen intensiv bewirtschaftet.

Besonders schützenswert sind:


  • Das Biotop als Glied einer Feuchtgebietsvernetzung, das Möglichkeiten zum Populationsaustausch, sowie Rückzugs- und Migrationsflächen für bedrohte und empfindliche Lebensgemeinschaften bietet
  • Die mageren, natürlich sukzessierenden Streu- und Nasswiesenanteile als Ausgleichsflächen für Intensivnutzung und als Ökozellen
  • Streuwiese mit ihren Zwischenmoorbildungen als Lebensraum zahlreicher gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und wegen ihres Reichtums an attraktiven Pflanzenarten als landschaftsprägendes Element
  • Vorkommen einer großen Anzahl bedrohter und geschützter Arten: Sumpfstendelwurz (Epipactis palustris)
    Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)
    Wasserschwertlilie (Iris pseudacorus)
    Fieberklee (Menyanthes trifoliata)
    Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris)
    Moor-Labkraut (Galium uliginosum)
    Davall-Segge (rex davalliana)
    Faden-Segge (Carex lasiocarpa)
    Brauner Waldvogel (Aphantopus hyperantus)
    Violetter Silberfalter (enthis ino)
    Ockergelber Dickkopffalter (Ochlodes venatus)

Gefährdung

Das Biotop wird durch landwirtschaftliche Intensivierung bedroht. Ein Pflegevertrag sichert die Spätmahd auf 0.25 von 0.43 Hektar. Wenn die Möglichkeit zum Erwerb besteht, sollte der intensivierte Randstreifen erworben und wieder extensiviert werden.