Aktuelles

Hier ha­ben Sie die Mög­lich­keit, sich über lau­fen­de Aus­stel­lun­gen, ak­tu­el­le Ver­an­stal­tun­gen oder neue Ver­öf­fent­li­chun­gen des Stadt­ar­chivs zu in­for­mie­ren.

Ausstellung im Schaufenster
Obere Vorstadtstraße - Partie an der Eschach

Mit der Ausstellungsreihe „Leutkirch – Früher und Heute“ zeigt das Stadtarchiv in einer Gegenüberstellung von alten und neuen Fotos, wie sich das Stadtbild in den letzten Jahrzehnten verändert hat.

Partie an der Eschach mit Stadtbach um 1917

Während sich die Obere Vorstadtstraße in den letzten 100 Jahren nur wenig verändert hat, gab es an der Partie an der Eschach eine große Veränderung.
Bereits 1951 wurde der Stadtbach entlang der Oberen Vorstadtstraße bis zur Mohrenbrücke zugedeckt. Darin wurden die Rohre der Kanalisation verlegt. Dadurch konnte die Obere Vorstadtstraße wesentlich verbreitert werden und die "unhaltbaren Zustände bezüglich des Straßenverkehrs" beseitigt werden. Wo früher der Stadtbach verlief, entstanden neue Parkplätze.
Der gemütliche Spazierweg „Fülle“ zwischen Eschach und Stadtbach mit seinen schattigen Linden und Ruhebänken blieb erhalten.
Die Mohrenbrücke war für den wachsenden Verkehr ebenfalls zu eng geworden, sie wurde 1954/55 verbreitert.
2019 steht eine weitere Veränderung an. Einige Gebäude an der Straußbrücke sollen abgerissen werden. Die Fassaden dieser Gebäude wurden im Sommer 2018 bemalt.

Werk­ver­zeich­nis des Post­kar­ten­ma­lers Eu­gen Fel­le ans Stadt­ar­chiv über­ge­ben

Ge­org Mül­ler aus Un­ter­zeil über­gab kürz­lich Stadt­ar­chi­va­rin Ni­co­la Sieg­loch zwei Ord­ner mit Mo­ti­ven des Post­kar­ten­ma­lers Eu­gen Fel­le (1869-1934) aus Is­ny. Fel­le-Post­kar­ten sind seit Jah­ren un­ter Samm­lern sehr be­gehrt, aber nur we­ni­ge wis­sen, dass sich sei­ne Mo­ti­ve nicht nur auf das All­gäu und Ober­schwa­ben be­schrän­ken. Fel­les Post­kar­ten­mo­ti­ve rei­chen näm­lich von der Nord­see bis Ti­rol, von Frank­reich bis Un­garn und so­gar bis Da­res Sa­lam (Ost­afri­ka). Ge­org Mül­ler hat es sich zur Auf­ga­be ge­macht, sämt­li­che Fel­le-Mo­ti­ve zu­sam­men­zu­tra­gen. Nach über 10 Jah­ren in­ten­si­ver Be­schäf­ti­gung hat er nun 13 000 un­ter­schied­li­che Fel­le-Mo­ti­ve her­aus­ge­fun­den. Die Do­ku­men­ta­ti­on kann im Stadt­ar­chiv ein­ge­se­hen wer­den.
Wei­te­re In­for­ma­tio­nen:  Kurz­bio­gra­phie Eu­gen Fel­le (PDF | 363 KB)

 Übergabe Werksverzeichnis Eugen Felle an Stadtarchiv


Zum 200. To­des­tag von Carl Wil­helm Gangloff (1790-1814)

Am 16. Mai 1814 starb in Mer­klin­gen (bei Weil der Stadt) kurz vor sei­nem 24. Ge­burts­tag der in Leut­kirch ge­bo­re­ne Zeich­ner Carl Wil­helm Gangloff.
In Leut­kirch er­in­nert heu­te noch der "Gangloff­weg" in der Pfingst­wei­de an ihn.
Zwei sei­ner Zeich­nun­gen "Kriem­hild und Ha­gen an der Lei­che Sieg­frieds" von 1812 und die "Her­mann­schlacht" von 1813 be­fin­den sich im Be­sitz der Stadt Leut­kirch und wer­den im Stadt­ar­chiv auf­be­wahrt.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:
Zum 200. To­des­tag von Carl Wil­helm Gangloff (1790 - 1814) (PDF | 15 KB)

Zeichnung von Carl Wilhelm Gangloff "Kriemhild und Hagen an der Leiche Siegfrieds"


















Zum 600. Ge­burts­tag von Ur­su­la Hai­der (1413-1498)

Ur­su­la Hai­der wur­de 1413 in Leut­kirch ge­bo­ren. Schon als klei­nes Kind ver­lor sie ih­re El­tern, die Bür­ger von Leut­kirch wa­ren. Sie wur­de von ih­rem On­kel, dem Pries­ter Jo­han­nes Bär, als Neun­jäh­ri­ge ins Klos­ter Reu­te bei Wald­see ge­bracht.
Mit 18 Jah­ren trat Ur­su­la in das Klos­ter Val­duna bei Feld­kirch ein. Dort wur­de sie 1457 im Al­ter von 44 Jah­ren zur Äb­tis­sin ge­wählt. 1480 wur­de sie zu­sam­men mit ei­ni­gen Val­duner Klos­ter­frau­en als Äb­tis­sin nach Vil­lin­gen be­ru­fen zur Re­form des dor­ti­gen Bi­cken­klos­ters St. Cla­ra.
Ur­su­la Hai­der er­neu­er­te das Kla­ris­sen­klos­ter im Geis­te des hl. Franz von As­si­si und der hl. Kla­ra und bau­te es aus, räum­lich und per­so­nell.
Am 20 Ja­nu­ar 1498 starb Ur­su­la Hai­der in Vil­lin­gen. Dort gilt sie im­mer noch als Schutz­pa­tro­nin der Stadt. Sie soll durch ih­re Ge­be­te ein schwe­res Un­wet­ter von der Stadt ab­ge­wen­det ha­ben. Die Le­gen­de er­zählt, dass die Ge­be­te er­hört wor­den und der Äb­tis­sin, die Mut­ter Got­tes er­schie­nen sei. In Leut­kirch er­in­nert ei­ne Ge­denk­ta­fel am Stamm­haus der Fa­mi­lie Hai­der, Markt­stra­ße 8, an sie.

Zum 175. Ge­burts­tag von Fritz Möhr­lin
Schrift­stel­ler, Öko­nom und Ge­nos­sen­schaft­ler aus Leut­kirch

Der am 21. Ju­ni 1837 in Leut­kirch ge­bo­re­ne Fritz Möhr­lin mach­te sich vor al­lem als Schrift­stel­ler und För­de­rer der Land­wirt­schaft ei­nen Na­men. Die Möhr­lin­stra­ße in Leut­kirch er­in­nert noch heu­te an ihn. Sein Le­ben und Werk sind al­ler­dings in sei­ner Ge­burt­s­tadt ziem­lich in Ver­ges­sen­heit ge­ra­ten.
Das Stadt­ar­chiv er­in­nert des­halb an die­sen "gro­ßen Sohn" der Stadt.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zum Le­ben und Werk von Fritz Möhr­lin er­hal­ten Sie hier: Auf­satz über Fritz Möhr­lin (PDF |278 KB)