Naturdenkmal Nr. 65/13 "Streuwiese Boschenmühle"

Beschreibung

Der Feuchtgebietskomplex setzt sich aus drei Feuchtflächen zusammen. Der südliche Teil wird im Osten am Waldrand von einem Bach begrenzt, die westlich Grenze reicht verschieden weit in die Nutzwiesen hinein. Die mittlere Fläche liegt isoliert, die nördliche zieht sich beiderseits am Bach entlang. Alle drei Feuchtgebiete sind durch Gräben zerschnitten und zum Teil auch durch sie abgegrenzt.
Bewuchsformen sind Streu- und Nasswiesen, vor allem an den Gräben und zum Wald hin auch Hochstaudenfluren, sowie Röhrichte und einzelne Weidenbüsche.

Besonders schützenswert sind:

  • Die Streuwiesenflächen als landschaftsprägende Elemente
  • Die extensiv genutzten Nasswiesen als Ausgleichsflächen für intensiv genutzte Landschaftsteile
  • Das Feuchtgebiet als Nahrungsraum einer benachbarten kleinen Kolonie des Graureihers:
  • Graureiher (Ardea cinerea)
  • Das Feuchtgebiet als Glied einer Biotopvernetzung aus dem Tal der Hofser Ach in Richtung Eschachtal, als Migrations- und Rückzugsraum seltener Floren- und Faunenelemente: Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)
    Fieberklee (Menyanthes trifoliata)
    Pracht-Nelke (Dianthus superbus)
    Straußblütiger Gilbweiderich (Lysimachia)
    Trollblume (Trollius europaeus)
    Große Pechlibelle (Ischnura elegans)
    Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula)
    Vierfleck-Libelle (Libellula quadrimaculata)
    Violetter Silberfalter (Brenthis ino)
    Silber-Schneckenfalter (Melitaea diamina)
    Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)
    Brauner Waldvogel (Aphantopus hyperantus)
    Aurorafalter (Anthocharis caramines)
    Ochergelber Dickkopffalter (Ochlodes venatus)

Gefährdung

Das Feuchtgebiet wird durch die Umwandlung von artenreichen Streuwiesen in eutrophierte Nasswiesen gefährdet. Der Düngereintrag muss verringert werden. Die Gräben und der Bach dürfen nicht tiefer gelegt werden. Die Spätmahd ist erst auf einer Teilfläche gesichert.