Naturdenkmal Nr. 65/12 "Streuwiese östlich Adrazhofen"

Beschreibung

Das Feuchtgebiet bildet einen größeren Nassflächenkomplex entlang des Rotlachbaches inmitten intensiv genutzter Wiesen. Streu- und Röhrichtflächen, durchsetzt mit Flachmoorbildungen, randlichen Hochstauden sowie einzelnen Gehölzinseln am Bach, bilden die Vegetation.

Besonders schützenwert sind:

  • Röhricht- und Streuwiesenflächen als Ausgleichsflächen für die Intensivnutzung der Umgebung und als nährstoffarme Grünlandform mit ihrem besonderen Artenreichtum
  • natürliche Sukzession zum Flachmoor in der quelligen Röhrichtfläche, als Lebensraum interessanter und wertvoller Pflanzen- und Tierarten, etwa der:
  • Mehlprimel (imula farinosa)
  • Streuwiesenflächen als Migrations-, Nahrungs- und Brutraum vieler Tierarten, besonders in Kombination benachbarter Feuchtbiotope, vernetzt durch den Rotlachbach und seine potentiellen Uferbiotope.
  • Vorkommen weiterer im Gebiet seltener und geschützter Pflanzen- und Tierarten:                                                                                          Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris)
    Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)
    Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopea)
    Sumpf-Herzbatt (Parnassia palustris)
    Davall-Segge (Carex davalliana)
    Violetter Silberfalter (Brenthis ino)
    Brauner Waldvogel (Aphantopus hyperantus)
    Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

Gefährdung

Das Biotop wird durch Eutrophierung, Auffüllung und Frühmahd bedroht, wodurch sich die Flächen nachhaltig verändern. Pflegemaßnahmen sollten in Form einer Spätmahd durchgeführt werden. Die Neuanlage einer offenen Wasserfläche sollte erwogen werden. Der Bachverlauf und die Nutzungsgrenzen sollten durch weitere Einzelgehölze und Gehölzgruppen betont werden.