Naturdenkmal Nr. 65/55 "Zweiter Altarm bei Auenhofen"

Beschreibung (aus dem Jahr 1988)

Der halbkreisförmige zweite Altarm der Wurzacher Ach nördlich on Auenhofen ist vom Fließgewässer abgeschnitten. Er liegt zwischen den Flussläufigen der Wurzacher Ach und der Eschach kurz vor deren Zusammenfluss. Sein Wasserstand ist stark wechselnd. Verlandungen am nördlichen Ende tragen Großseggen- und Röhrichtbestände. Einige schöne Gehölze säumen das Altwasser.

Besonders schützenswert sind:

  • Der Altarm als Relikt des ehemaligen Flusslaufs und als Landschaftsprägendes Element
  • Das Feuchtgebiet wegen seines positiven Einflusses auf den Wasserhaushalt der Wiesen zwischen den beiden Flüssen
  • verschiedenen Vegetationsformen als Ausgleichsflächen für die umgebende Intensivnutzung und als kleinflächig strukturierter Lebensbaum einer artenreichen und typischen Fauna
  • Vorkommen verschiedener Lebellen, darunter einer in Baden-Württemberg stark gefährdeten Art:                                                Gebänderte Prachtlibelle (teryx splendens)
    Blutrote Heidelebelle (Sympetrum sanguinea)
  • Der Standort einer besonders attraktiven und geschützten Sumpfpflanze:
    Wasser-Schwertlilie (Iris pseudacorus)

Gefährdung

Der Altwasser ist bedroht durch Ablagerungen und durch Düngereintrag. Eine Pflegemaßnahme ist vorerst nicht notwendig.