Naturdenkmal Nr. 65/52 "Quellen bei Ellmeney"

Beschreibung

Das Feuchtgebiet umfasst Quellenfluren, Bäche, Ufergehölze, Streuwiesen und Wald auf quelliger Flur. Ein ehemaliger Weiher ist völlig verlandet.

Besonders schützenswert sind:

  • Die Quellen als naturkundlich und geologisch bedeutsame Elemente
  • Die Kombination diverser Kleinbiotope als Lebensraum vielfältiger Flora und Fauna
  • Die positive Wirkung des Feuchtgebiets auf den Wasserhaushalt im Achtal und die Erhöhung der Selbstreinigungskraft im Gewässer
  • Die nährstoffarmen Streuwiesen als Ausgleichsflächen für die intensive Bewirtschaftung der Umgebung
  • Das Vorkommen seltener und gefährdeter Pflanzen und Tiere: Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)
    Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza maculata)
    Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris)
    Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopea)
    Germer (Veratrum album)
    Trollblume (Trollius europaeus)
    Simsenlilie (Tofieldia calyculata)
    Fieberklee (Menyanthes trifoliata)
    Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris)
    Gemeines Fettkraut (Pinguicula vulgaris)
    Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea)
    Blauer Eisenhut (Aconitum napelus)
    Wolfs-Eisenhut (Aconitum vulparia)
    Alpen-Haargras (Trichophorum alpinum )
    Violetter Silberfalter (Brenthis ino)
    Brauner Waldvogel (Aphantopus hyperantus)

Gefährdung

Das Biotop droht weiter zu verbuschen, was zu Gunsten wertvoller Flachmoore durch Gehölzarbeiten und Spätmahd verhindert werden sollte. Dabei ist der 15. September der frühest mögliche Mähtermin, damit der Schwalbenwurz-Enzian noch aussamen kann. Nach Auswertung der Kartierung „Feuchtgebiete im Wald“ sollten das Schutzgebiet und die Pflege um eine Aufforstungsfläche jüngerer Zeit mit Flachmoorvegetation erweitert werden.
Der ehemalige Weiher könnte wieder ausgeräumt werden.