Naturdenkmal Nr. 65/74 "Streuwiese bei Mühle Ellerazhofen"

Beschreibung

Die Streuwiese zieht sich an einer quellreichen Hangkante entlang und enthält an ihrem östlichen Ende den Klärteich unterhalb der Ellerazhofer Mühle.
Das Quellwasser sickert durch die Streuwiese in den Bach, der den Ellerazhofer Weiher entwässert. Die darüber liegende Hangwiese wird als Viehweide genutzt.

Besonders schützenswert sind:

  • Die Quellflur zur Sicherung der Wasserqualität des darunter liegenden Gewässers
  • Die Streuwiese als nährstoffarme Grünlandform, als Ausgleichsfläche für intensiv gedüngte und genutzte Wiesenflächen
  • Das reich blühende und mit fruchtendem Wollgras reizvolle Landschaftselement unmittelbar an der Zufahrt zu einem Camping- und Freizeitgelände
  • Die besonders selten gewordene Vegetationsgesellschaft des Mehlprimel-Quellmoors
  • Die Sukzession vom Quellmoor zum Übergangsmoor
  • Der Standort bedrohter Pflanzenarten und der Lebensraum geschützter und seltener Tierarten:                                               Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)
    Trollblume (Trollius europaeus)
    Mehlprimel (Primula farinosa)
    Breitblättriges Wollgras (Eriophorum latffolium)
    Fieberklee (Menyanthes trifoliata)
    Sumpfblutauge (Comarum palustre)
    Alpenhaargras (Trichophorum alpinum)
    Violetter Silberfalter (Brenthis ino)
    Ockergelber Dickkopffalter (Ochlodes venatus)
    Grasfrosch (Rana temporaria)

Gefährdung

Die Streuwiese ist durch Eutrophierung bedroht. Besonders nachteilig wirken sich Düngereinflüsse und Trittschäden der Beweidung aus. Deshalb muss die Quellflur ausgezäunt werden. Noch besser wäre es, die Fläche aus der Beweidung zu nehmen, den Steilhang der Sukzession zu überlassen und die Restfläche in den bestehenden Pflegevertrag aufzunehmen.