Naturdenkmal Nr. 65/61 "Altwasser der Wurzacher Ach östlich Reichenhofen" 

Beschreibung

Das Feuchtgebiet umfasst Altarme und Quellenfluren östlich von Reichenhofen. Der Altarm ist sehr lang gestreckt aber durch Nutzungen unterbrochen. Sein Bewuchs besteht aus Röhricht. Hochstauden und Gehölzen. In den Wiesen zwischen dem Altarm und der Wurzacher Ach liegen Streuwiesen und Quellaufbrüche, deren Wasser in Gräben zur Ach fließt.

Besonders schützenswert sind:

  • Die Altarme und ihre Gehölze als Landschaftsprägende Elemente und als Zeugen des ehemaligen Flussbettes der Wurzacher Ach
  • Die Ufervegetation der Altarme, die Streuwiesen und Quellfluren als nährstoffarme Ausgleichsflächen zur intensiv genutzten Umgebung
  • Die Altwässer und Gräben wegen ihrer Wasserrückhaltefähigkeit als natürlicher Hochwasserschutz
  • Die Quellen wegen ihrer positiven Wirkung auf die biologische Selbstreinigung der Wurzacher Ach
  • Die Biotope als kleiner Verbund in der größeren Vernetzung der Feuchtgebiete entlang der Wurzacher Ach
  • Der Standort einer besonders attraktiven und geschützten Sumpfpflanze
  • Wasser-Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Die Lebensräume vieler Pflanzen- und Tierarten, darunter einer in Baden-Württemberg stark bedrohten Libellenart:                Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens)

Gefährdung

Das Feuchtgebiet wird bedroht durch Aufschüttungen, Düngereintrag und Entwässerung. Im Rahmen des landschaftspflegerischen Begleitplans zur geplanten BAB A 96 sollen die Einzelbiotope diese Feuchtgebietes wieder aufgewertet werden durch die Anlage neuer Wasserflächen und die Pflanzung zusätzlicher Gehölze. Die Pappel- und Fichtenreichen entlang des Altarms sollten mit der Zeit durch standortgerechte Gehölze ersetzt werden. Auf Teilflächen ist eine Spätmahd notwendig.