Naturdenkmal Nr. 65/56 "Dritter Altarm bei Auenhofen"

Beschreibung

Der wechseltrockene dritte Altarm der Wurzacher Ach nördlich von Auenhofen ist vom Flusslauf abgeschnitten. Er zeigt einen Bestand von Röhricht und Hochstauden. Die Randzonen sind teilweise aufgefüllt und in Nutzwiesen verwandelt. Der frühere Baumbestand wurde zum Teil entfernt.

Besonders schützenswert sind:

  • Der Altarm als Glied einer Feuchtgebietsvernetzung im Flusstal der Wurzacher Ach und Aitrach, als Migrations- und Rückzugsraum einer bedrohten Flora und Fauna
  • Das Biotop wegen seiner Wasserrückhaltefähigkeit und als Relikt eines älteren Flusslaufs im Gewann „Großer Bogen“
  • Die Röhrichtzonen, Hochstaudenfluren und Ufergehölze als Ausgleichsflächen und Ökozellen in der intensiv genutzten Tallandschaft
  • Der Standort einer besonders attraktiven und geschützten Sumpfpflanze:
  • Wasser-Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Das Vorkommen verschiedener Libellenarten, darunter einer in Baden-Württemberg stark bedrohten Art:                                           Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens)
    Blutrote Heidelebelle (Sympetrum sanguinea)
    Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella)
  • Das Vorkommen verschiedener Schmetterlingsarten:
    Violetter Silberfalter (Brenthis ino)
    Brauner Waldvogel (Aphantopus hyperantus)

Gefährdung

Die Bedrohung des Feuchtgebietes geht von der Intensivierung der Umgebung aus. Auffüllungen, Düngung und Entwässerung müssen verhindert werden. Der Altarm könnte durch verschiedene Gestaltungsmaßnahmen wieder verbessert werden. Dazu sollten Auffüllungen herausgenommen und an diesen Stellen neue Wasserflächen angelegt werden. Die Abgrenzung gegenüber den Nutzflächen sollte durch neue Gehölze wieder deutlicher werden.