Altstadtsatzung

Die Altstadt von Leutkirch zeigt den Typ der oberschwäbischen ehemaligen freien Reichsstadt: eine Stadt für gemischte Nutzungen von Handwerkern, Kaufleuten und Bauern. Heute hat sich diese Mischnutzung für Einzelhandel und Dienstleistung sowie für öffentliche Einrichtungen bewahrt, lediglich die Landwirtschaft wurde verdrängt und das Wohnen ist im Rückgang.

Die historische Altstadt stellt ein in Jahrhunderten gewachsenes Stadtbild dar. Sie ist mehr als eine bloße Ansammlung von Häusern.
Sie ist geprägt von städtebaulichen, architektonischen und handwerklichen Faktoren. Das Erscheinungsbild reicht vom großen Maßstab bis zum kleinen Detail.

Diese Altstadt war und ist kein starres Gebilde. Sie hat im Lauf der Zeit ihr Gesicht immer wieder verändert. Dies ging bisher sehr langsam und behutsam vor sich, da Grundstrukturen nicht geändert wurden und traditionelle Baumaterialien und handwerkliche Technik einen engen Entwicklungsspielraum begrenzten. Das heutige Bewusstsein technisch wie architektonisch „alles machen zu können“ bedroht die Altstadt insofern, dass sie in ihrer Baustruktur und ihrem äußeren Erscheinungsbild in wenigen Jahren völlig verändert werden kann.

In der Vielfalt der technischen und architektonischen Möglichkeiten, will die Altstadtsatzung ein roter Faden, ein zur Mäßigung und Rücksichtnahme mahnender Bauberater sein.
 

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