Projekt Demokratie Leben!

„Demokratie lebt vom Mitmachen, nicht vom Zuschauen!“

Unter diesem Motto gelang es der Stadt Leutkirch durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ Fördermittel zu erhalten. Für das Projekt wird eine Koordinierungs- und Fachstelle bei der Stiftung St. Anna eingerichtet. Start war im Juli 2017. Seit Januar 2019 sind auch die Nachbargemeinden Aichstetten und Aitrach Teil des Fördergebiets.

Das Bundesprogramm „Demokratie leben – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Menschenfeindlichkeit und Gewalt!“ zielt darauf ab, demokratisches Miteinander, ziviles Engagement und den Einsatz für Vielfalt und Toleranz zu stärken und zu fördern.

Förderfähig sind große und kleinere Projekte, wie Workshops oder Aktionstage, welche im Rahmen der Förderschwerpunkte des Bundesprogramms liegen und mit den Zielen des Programms in Leutkirch vereinbar sein müssen.

Alle Leutkircher, Aichstettener und Aitracher Vereine und andere gemeinnützigen Organisationen, Bürgerinitiativen, Helferkreise und Schulen sind zur Antragsstellung berechtigt. Auch Jugendliche, die Interesse haben, dürfen einen Antrag einreichen. Für sie gibt es 10.000 Euro extra für Projekte, Feste und Aktionen, die das Thema „Demokratie leben!“ betreffen.

Bei der Antragstellung unterstützen Sie gerne Hannah Keil, Koordinierungs- und Fachstelle der Stiftung St. Anna, oder Carmen Scheich, Kinder-, Jugend- und Familienbeauftragte der Stadt Leutkirch.

Der Begleitausschuss

Begleitausschuss "Demokratie Leben"

Der Begleitausschuss entscheidet über die eingereichten Projektanträge. Er setzt sich zusammen aus Vertretern des Gemeinderates und der Zivilgesellschaft und trifft sich zweimal im Jahr.

Interesse? Falls Sie Interesse haben, ebenfalls im Begleitausschuss mitzuwirken, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.


Wei­te­re In­for­ma­tio­nen auch un­ter

www.​dem​okra​tie-​le­ben.​de
www.​bmfs­fj.​de


Logo des BMFSFJ und Logo Demokratie Leben

Demokratie leben! stellt Projekte vor:

Projekte 2019

Auftakt für das Bündnis für Teilhabe

Im Leutkircher Sonnentreff wird künftig immer am ersten Montag im Monat die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung EUTB eine Sprechstunde anbieten. Dabei werden Menschen mit Behinderung, Menschen, die krank sind und vielleicht bald behindert sein könnten sowie Verwandte von Menschen mit Behinderung beraten. „Wir beraten bei ganz unterschiedlichen Dingen – so helfen wir etwa bei Anträgen bei Behörden oder auch in Fragen der Teilhabe im Arbeitsleben“, erklärt Beraterin Anita Schädler von der EUTB Weingarten. Bei der Auftaktveranstaltung in Leutkirch kamen zahlreiche Gäste und zeigten sich begeistert über das niederschwellige Teilhabe-Angebot. „Durch dieses Angebot sollen Betroffene nicht mehr von Pontius zu Pilatus geschickt werden, wenn Sie Hilfe brauchen, sondern sie erhalten künftig Beratung aus einer Hand“, sagte etwa Bürgermeisterin Christina Schnitzler. Sie hoffe nur, das die Sprechstunde nun auch angenommen und entsprechend bekannt werde.

Geschichten von Trümmern, Tränen und Trost

Lachen und Weinen lagen eng beieinander bei der Konzertlesung von Aeham Ahmad. Der „Pianist aus den Trümmern“ spielte in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche vor mehr als 200 Gästen Klavier, Hans Karl Henne las aus dem Buch des 31-Jährigen. Das Publikum war gerührt von der beeindruckenden Geschichte des jungen Palästinensers, der in Syrien aufgewachsen ist. Bei den Geschichten von den Kämpfen um Jarmouk, einem Vorort von Damaskus, herrschte deutlich Betroffenheit. Zugleich zeigte Aeham Ahmad sich voller Lebensfreude, Zuversicht und mit einer gehörigen Portion Schalk im Nacken. Er ließ das Publikum bei seinen Melodien mitsummen, erzeugte so ein Gefühl der Gemeinschaft und des Getragenseins von dieser Musik für den Frieden.

Aeham Ahmad im Konzert
Egal ob alt oder jung, deutsch, türkisch, afghanisch oder gambisch: Beim Herbstbrunch sind sie alle dabei gewesen. Frauen jeden Alters und jeder Nationalität haben sich im Katholischen Gemeindehaus in Leutkirch getroffen, um gemeinsam zu frühstücken, zu reden und sich kennenzulernen. „Wir freuen uns, dass wieder so viele Frauen gekommen sind und ins Gespräch kamen“, sagt Leyla Kaplan von der Organisationsgruppe des Türkisch-Islamischen Kulturvereins Ditib.

Herbstbrunch bringt Frauen zusammen

Im Zentrum des herbstlichen Frühstücks:

Asure, ein Dessert aus der orientalischen Küche. Die sogenannte Noah-Suppe wird aus mindestens sieben Zutaten zubereitet und traditionell an Freunde verteilt – so eben beim Herbstbrunch in Leutkirch.
Kinder, die in die Schule der Stiftung der St. Anna gehen, haben meist ein außergewöhnlich großes Päckchen mit sich zu tragen. Durchlaufen sie dann in die Pubertätsphase, kommen dazu noch die üblichen Sorgen und Nöte Jugendlicher. Und besonders die Mädchen in der Jugendhilfe sind gefährdet, sich in ihrer Entwicklung an falschen und ungeeigneten Vorbildern zu orientieren. 

Projekt zur ICH-Stärkung 4girls

Pädagogische und psychologische Fachkräfte in St. Anna haben sich daher gemeinsam ein Programm "4girls" überlegt, mit dem sie gezielt die Mädchen in ihrer Selbstwahrnehmung und ihrem Selbstvertrauen stärken möchten. Denn nur, wer mit sich selbst im Reinen ist, kann auch die Kraft aufbringen, ein aktives Mitglied unserer Gesellschaft zu sein. Und nur, wer innerlich stark ist, kann auch einmal „Nein“ sagen und sich Vereinnahmungsversuchen erwehren. Konkret traf sich die Gruppe so zum Beispiel im Kletterpark, zu einem Mosaik-Workshop, einem Tanzkurs und einem Kosmetikworkshop.

"Außen anders - innen gleich".

Die Donuts (mit ihren unterschiedlichen Zuckergüssen) wie die Menschen. Unter diesem Motto verteilte die Partnerschaft für Demokratie auch dieses Jahr wieder Donuts an die jugendlichen Festivalbesucherinnen und -besucher und ging mit ihnen ins Gespräch. 

Gleichzeitig wurde das Festival auch aus dem Aktions- und dem Jugendfonds der Partnerschaft für Demokratie Leutkirch-Aichstetten-Aitrach gefördert. Aus dem Aktionsfonds wurde ein Kreativworkshop finanziert, bei dem Jugendliche sich mit dem Thema Heimat auseinandersetzten. Die Ergebnisse waren auf dem Festivalgelände zu besichtigen. Und der Jugendgemeinderat hatte entschieden, mit Mitteln aus dem Jugendfonds die vielen ehrenamtlichen jugendlichen Helfer zu unterstützen, indem unter anderem eine Versicherung für den Schadensfall übernommen wurde.

Highmatlandfestival

Fazit:

Eine große Zahl engagierter Festivalhelferinnen und -helfer, eine noch größere Zahl friedlich feiernder Festivalbesucherinnen und -besucher und ein Line-up, dass sich mit der Verpflichtung politisch engagierter wie auch lokaler Musikerinnen und Musiker sehen lassen kann!
130 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe wurden kurz vor den Ferien in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule Zeugen eines Terroranschlags. Eines gespielten Terroranschlags natürlich, der das dramatische Ende des Theaterstücks „(no) welcome“ markierte. Zwei Schauspieler des Ensembles Bühnengold hatten zuvor eine Stunde lang recht überzeugend ein jugendliches Geschwisterpaar gemimt. Die Schwester muss als Hausaufgabe die wichtigsten Punkte deutscher Geschichte im sogenannten kurzen 19. Jahrhundert recherchieren. Ihr Bruder will ihr dabei helfen, bis sie schließlich feststellt: „Ich habe Angst, dass du ein Nazi bist.“ Woraufhin er zugibt: „Okay, vielleicht stimmt nicht alles, was im Internet steht.“

Präventionstheater "(no) welcome"

Der Bruder ist es auch, der am Ende den Terroranschlag ausführt – überraschenderweise jedoch nicht als Nazi, sondern als Islamist, zu dem er mittlerweile geworden ist. Was lehrt uns das? Dass die Dynamiken und Prozesse, die hinter einer Radikalisierung stehen, einander sehr ähnlich sind. In welche Richtung es letztlich geht, hängt von den jeweils aktuellen Einflüssen ab.
Kinderfestmusical "Josef"

Ein Kinderfesttheater gibt es in Leutkirch jedes Jahr, und jedes Mal darf eine andere Schule es ausrichten. Das diesjährige Musical ist jedoch etwas ganz besonderes: Kinder aller Leutkircher Schulen werden es gemeinsam auf die Bühne bringen. Dahinter steht die Kirchengemeinde St. Martin, die damit ihr 500-jähriges Bestehen feiert.​ Der logistische Aufwand für die gemeinsamen Proben ist hier natürlich etwas höher, auch kennt man sich untereinander noch nicht so gut, wenn alle von anderen Schulen kommen. Darum haben die Kinder gemeinsam zwei Probewochenenden absolviert - zusätzlich zu den sonstigen wöchentlichen und später sogar täglichen Proben...

Wir sagen:

 Respekt für so viel Engagement und viel Spaß bei den Aufführungen!
Wir sind bunt!

Unter diesem Motto haben Aichstettener Kinder jeden Alters gemeinsam das Gasthaus Adler angemalt. Das an der Hauptstraße gelegene Gebäude stand schon seit einigen Jahren leer und soll nun abgerissen werden, um Platz für Neues zu schaffen. Zuvor aber durften sich die Kinder noch darauf verewigen. Fröhlich-bunt wird der Adler nun einige Monate lang die vorbeikommenden Autofahrer grüßen. Im August, wenn die Gemeinde mit einem "Adlerfest" Abschied nimmt von dem historischen Gebäude, können die Kinder zudem den Erwachsenen ihre Kunstwerke zeigen und ganz genau erläutern.

Initiiert wurde das Projekt von der Aichstettener Gemeinderätin Gabriele Carafa.

Hat der Islam ein Problem mit den Frauen?

So provokativ fragte zumindest die Plakatankündigung zum Vortrag mit Yasemine Aydin, Sozialwissenschaftlerin und Vorsitzende des Friede-Instituts für Dialog in Wien. Der Mosaik Verein hatte eingeladen, sich ​im Bocksaal mit dieser Thematik auseinander zu setzen.

Das Fazit der jungen Wissenschaftlerin: Guckt man sich die Texte an (Koran, Sunna), dann gibt es im Islam keine Schlechterstellung der Frau. Guckt man sich jedoch die gelebte Praxis in mehrheitlich muslimischen Ländern an, ist dies durchaus der Fall. Aydin legt jedoch Wert darauf, zu betonen, dass dies nicht Ausfluss der Religion sondern vielmehr gesellschaftlicher Umstände sei. Ihre Empfehlung, um Abhilfe zu schaffen: Bildung, Bildung und noch mehr Bildung, vor allem für die jungen Frauen!

Vortrag zum Thema Gender und Islam

... Demokratie ergibt Sinn, Frau Nachbarin!

Unter diesem Motto hat die Kunstschule Sauterleute ein Projekt gestartet, an dessen Ende ein 4 x 4 Meter großes Deckengemälde steht. Es wird aus vier Einzelteilen zusammengesetzt und kann daher immer wieder anders aufgehängt werden - und so immer wieder neu zum nachdenken über unsere Welt anregen. Denn unsere Lebenswelt in all ihrer Vielfalt ist es, die das Gemälde zeigt. Etwa 15 Kinder unterschiedlicher Klassenstufen kommen dafür jede Woche von der Gemeinschaftsschule zusammen. Nach einer Ausstellung in den Schaufenstern der Kunstschule wird das Deckengemälde in der Gemeinschaftsschule aufgehängt werden.

Demokratie ist machbar, Herr Nachbar...
Skate Contest - Finale

Finaaleee ...

Vier Städte, ein Sieger: Nach Stationen in Wilhelmsdorf, Weingarten und Bad Waldsee fand das Finale des diesjährigen Regio-Cups im Skateboarden in Leutkirch statt. Gewinner beim Leutkircher Skate-Contest war David Eberle aus Legau, aber strahlender Gewinner des gesamten Regio-Cups war der aus Kempten stammende Jonas Immler. Vorangegangen war dem jedoch ein harter Wettbewerb mit starken Gegnern. 23 junge Skater waren angetreten. Die meisten von ihnen waren auch davor schon in den anderen drei Städten mit von der Partie gewesen und hatten entscheidende Jury-Punkte gesammelt. Das Orga-Team sprach denn auch einen besonderen Dank all jenen Eltern aus, die ihre Sprösslinge von Ort zu Ort gefahren und ihnen so die Teilnahme ermöglicht hatten. Aber auch die Besucher kamen aus der weiteren Region und verdeutlichten damit den Anspruch dieses Wettbewerbs: die Region zu stärken und ihre Kommunen miteinander zu verbinden.

Organisiert wurden die einzelnen Wettkämpfe von der jeweiligen Jugendarbeit vor Ort. Um einen ganzen Regio-Cup daraus zu machen, mussten diese aber natürlich eng miteinander kooperieren. Über die Jahre lernt man sich so gut kennen, und auch die ehrenamtlichen jugendlichen Helfer werden in überkommunale Kontexte mit eingebunden.​
Pünktlich zum Start der Veranstaltung setzte auch der Regen ein. Doch eigentlich war der sehr willkommen. Den die "Mittleren" des Kindergartens St. Michael in Aichstetten waren auf der Fläche am Ortsrand zusammengekommen, um Sonnenblumen zu säen. Die Gießkannen wurden da gar nicht mehr gebraucht.

Blühstreifen "Aichstetten blüht auf" Blühstreifen "Aichstetten blüht auf", Foto: Gisela SgierDie katholische Kirchengemeinde Aichstetten hatte die Fläche bereits mit einer mehrjährigen Blühmischung bestückt. Neben der so entstehenden Nahrung für Insekten hat diese einen weiteren Zweck: zu zeigen, dass Aichstetten bunt ist. Denn die Blühfläche und das dazugehörige Schild befinden sich gegenüber der Flüchtlingsunterkunft. Die Kinder schließlich durften mit ihren Samen  das Sahnehäubchen setzen und außerdem erste demokratische Übungen vornehmen, indem sie darüber abstimmten, in welcher Form die Sonnenblumen verteilt werden sollen. Bald werden zwei Sonnenblumenkreise Aichstetten bereichern.

Geburtstag feiern auf dem Gänsbühl

Der 70. Geburtstag unserer Verfassung wurde mit einem Geburtstagskuchen am Gänselieslbrunnen gefeiert. Zahlreiche Interessierte fanden sich ein, aßen ein Stück und tauschten sich aus. Zum Beispiel darüber, welche der Grundrechte ihnen denn am wichtigsten sind. In Form von Klebepunkten wurde das auf einer Bodenzeitung festgehalten. Ergebnis: Eine überwältigende Mehrheit sprach sich für die in Artikel 1 verankerte Menschenwürde aus, dicht gefolgt von der Meinungsfreiheit. Ebenfalls hoch im Kurs lag die Gleichberechtigung. Interessant: Während zwei Punkte für das in Artikel 14 Absatz 1 verankerte Recht auf Eigentum vergeben wurden, kam der darauffolgenden Absatz 2 "Eigentum verpflichtet" auf immerhin acht Punkte.

Außerdem danken wir der Bäckerei Wandinger für die Kuchenspende!​

70. Geburtstag des Grundgesetzes 70. Geburtstag des Grundgesetzes
Lasst uns Brücken bauen!

​Für das diesjährige Frühlingsfest hat sich das Kinder- und Familienzentrum St. Vincenz eine besondere Aktion ausgedacht: Lasst uns gemeinsam Brücken bauen! Im Jahr des 500. Todestages von Leonardo da Vinci ist dies ganz wörtlich zu verstehen. Der berühmte Universalgelehrte betätigte sich unter anderem als Architekt und Ingenieur. Daraus entsprang eine Brückenkonstruktion, die völlig ohne Nagel, Leim oder andere Befestigungsmittel auskommt. Sie trägt sich selbst – kann aber nur von mehreren Mensch​en gemeinsam aufgebaut werden. Die 100 zu vergebenden Hanuta-Medaillen waren schnell weg.

Der Pavillon am Stand wurde im Rahmen des Projektes "Komm her, mach's bunt" beim Frühlingsfest 2018 gestaltet. Er kann für Veranstaltungen ausgeliehen werden. Kontakt​ finden Sie hier.

... kein Wintergarten!

Denn man kann sich nicht in ihm ausruhen - man muss stetig daran arbeiten, dass er auch bleibt. Diese Zeile aus dem gleichnamigen Song der Band Wolfsrachen hat der humanistische Verein "Team Freiheit" als Titel für ein Wertevermittlungsprojekt an Schulen gewählt. Drei Schulstunden lang kamen zwei Aktive der Bildungsinitiative in jede zehnte Klasse der Otl-Aicher-Realschule. Thema waren die europäischen Werte - was hat es gebraucht, um sie zu verwirklichen, und was ist nötig, damit sie erhalten bleiben? Was trocken klingt, war in der Praxis überaus anschaulich umgesetzt. Die Jugendlichen diskutierten rege mit. Der Rat der Vortragenden an die Jugendlichen: Eure Interessen werden berücksichtigt, wenn man eure Stimme hört!

Frieden ist...
Cook and Chill Cook and Chill Essen und Trinken hält bekanntlich Leib und Seele zusammen. Darüber hinaus gilt aber wohl ebenfalls: Essen und Trinken bringt die Gesellschaft zusammen. Den Beweis dafür treten gerade die Jugendlichen aus dem offenen Treff "Chillix" an. Jeden Donnerstag ab sechs Uhr findet dort ein "Cook and Chill" statt. Es wird zusammen gekocht, zusammen gegessen und zusammen gespült. Kommen kann jede und jeder. Und ist darüber hinaus eingeladen, im Anschluss zum offenen Treff zu bleiben, dort Freunde zu treffen und neue Leute kennen zu lernen.
Fußballtag

Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen St. Anna und Don Bosco​ haben besondere Bedürfnisse. Da braucht es manchmal auch besondere Projekte. Der Fußballtag war ein solches. 30 Schüler von 9 bis 16 Jahre, drei engagierte Trainer der Fußballfabrik und ein Tag, um ganz praktisch Werte wie Respekt, Fairness und Toleranz zu (er-)leben. Diese Unterrichtseinheit wird niemand so schnell vergessen.

Die Veranstaltung wurde finanziert von der Bahn BKK und "Demokratie leben!" und unterstützt von der Stiftung Kinderchancen Allgäu.
Kinder im Museum

Viermal im Jahr verwandelt sich das Museum im Bock in der Kindermuseum Anna und Paul. Mit liebevoll durchdachten Aktionen werden hier schon die Kleinsten an die Institution Museum herangeführt. Im Mai stand eine Stadtführung auf dem Plan. Die fast 30 Kinder erfuhren so einiges über ihre Heimatstadt, was wohl auch ihre Eltern noch nicht unbedingt wussten. Im Anschluss gab es im Pulverturm eine Stärkung für alle mit Obst und Gemüse, Butterbrot und Birchermüsli.

Die Termine für das Kindermuseum können Sie hier​ einsehen. Die Teilnahme ist kostenlos.
Vortrag mit Norbert Brugger​"Menschen mit Herz und Verstand" sucht Norbert Brugger für die Kommunalpolitik. Selbst ein Überzeugungstäter, saß er viele Jahre selbst im Gemeinderat und ist mittlerweile für den deutschen Städte- und Gemeindebund tätig. Im Vorfeld der Kommunalwahlen im Mai wirbt er dafür, selbst aktiv zu werden und sich an dieser direktesten aller Politikformen zu beteiligen. Denn, so seine Überzeugung, dies kann schlicht Freude bereiten.
 Sie ist "liebenswerter und zugänglicher" als das Landesparlament und vor allem: Sie ist für uns alle unmittelbar relevant.

Spätestens in fünf Jahren wird es mit der nächsten Kommunalwahl wieder die Gelegenheit geben, sich einmal auf dieses Abenteuer einzulassen.
Internationaler Frauentag: Frauenfrühstück im Bocksaal100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland! Doch noch immer gibt es der Anlässe genug, den Internationalen Frauentag zu begehen und auf weitere Gleichstellung hinzuarbeiten. Zum ersten Mal gab es nun auch in Leutkirch eine Veranstaltung. Organisiert von einem breiten Bündnis, an dem unter anderem der katholische Frauenbund, örtliche Migrantenorganisationen, die Integrationsbeauftragte und etliche interessierte Privatpersonen Internationaler Frauentag: Frauenfrühstück im Bocksaalmitwirkten, organisierte ein zweitägiges Programm aus Kunstworkshop, Frühstück, Modenschau und Vortrag. In letzterem ging die Referentin Kerstin Hopfensitz auf die deutlich spürbaren Auswirkungen der politischen Veränderungen auf die Frauenmode ein.
Konferenz zu Demokratie und Beteiligung - Theaterworkshop

Bereits 2018 hatte der Theaterworkshop zu Demokratie und Beteiligung stattgefunden (siehe unten). Die dazugehörige Konferenz musste jedoch auf 2019 verschoben werden. So trafen sich am 6. Februar Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft im Tagungshaus Reginca Pacis zu einer Tagung der etwas anderen Art. Die Hauptrolle spielten hier nämlich die Jugendlichen. Zur Einstimmung der Diskussionsrunden spielten Sie die von ihnen erarbeiteten Theaterszenen noch einmal vor.
Organisiert wurde die Tagung mitsamt dem überzeugenden Konzept vom Bündnis "Wir sind dran", dem unter anderem verschiedene kirchliche Einrichtungen angehören.
One Billion Rising - Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Zum vierten Mal tanzten hunderte Schülerinnen und Schüler auf dem Kornhausplatz den Song "Break the Chain" - und setzten damit ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Der Aktionstag One Billion Rising (zu deutsch "eine Milliarde erhebt sich" - es gibt etwa drei Milliarden Frauen weltweit, jede dritte wird im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt) findet seit 2012 weltweit am 14. Februar statt. In Hunderten Orten auf allen Kontinenten gehen an diesem Tag Menschen auf die Straße. In Leutkirch wird die Aktion gemeinsam von den Schulen organisiert, die den Tanz vorher im Sportunterricht einüben.

In diesem Jahr durften wir unseren Landrat Harald Sievers begrüßen, der das Grußwort hielt.
Wurzeln und Flügel


Eltern und andere Bezugspersonen von nicht-wei​ßen Kindern stehen häufig ganz besonderen Herausforderungen gegenüber. Wie kann ich mein Kind stärken, wenn es Rassismuserfahrungen macht? Wie erkenne ich überhaupt, ob es Rassismus ausgesetzt ist? Und wie geht man am besten mit Anfeindungen der eigenen Familie gegenüber um? Manuela Ritz hat die Teilnehmenden des Workshops "Wurzeln & Flügel" zwei Tage lang darin begleitet, sich mit diesen Fragestellungen auseinander zu setzen und Lösungen zu finden. Sie ist Antidiskriminierungstrainerin und Autorin des Buches "Die Farbe meiner Haut".
Leutkirch leuchtetIm März und April fanden in Leutkirch die Aktionswochen Leutkirch Leuchtet statt. Initiiert und umgesetzt wurden sie von der Leutkircher Partnerschaft für Demokratie, der elobau Stiftung und Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V. Finanzgeber waren neben der Leutkircher Partnerschaft für Demokratie und der elobau Stiftung Dutzende Leutkircher Unternehmen und Einzelhändler. Eine Liste finden Sie hier.​ Dort finden Sie auch Listen mit Vereinen und Bildungseinrichtungen, die die Aktionswochen Leutkirch Leuchtet mit ihrem Namen unterstützt und so gemeinsam mit uns ein starkes zivilgesellschaftliches Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Toleranz gesetzt haben. 

Die Aktionswochen standen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle und Landrat Harald Sievers.

Logo Gegen Vergessen für Demokratie e. V. Logo elobau Stiftung
Leutkirch leuchtet - Gespräch mit den Bloggern von "Allgäu rechtsaussen"


Der Film "Blut muss fließen" (siehe oben) zeigt, dass es eine europaweit gut vernetzte Szene Rechtsextremer gibt, die sich bei konspirativ organisierten Rechtsrockkonzerten trifft. "Sieg Heil"-Rufe sind dort genau so allgegenwärtig wie unverblümte Aufrufe zu tödlicher Gewalt gegen Minderheiten. Das Allgäu ist dabei ein zentraler Agitationsraum der Szene. Die Öffentlichkeit würde davon vermutlich nichts mitbekommen - hätten es sich nicht ein Journalist und ein Blogger zur Aufgabe gemacht, über genau diese Aktivitäten zu berichten. Sebastian Lipp und Nobert Kelpp gaben im Gespräch mit dem Publikum einen erhellenden Einblick in die Allgäuer rechtsextreme Szene.

Zum Blog der beiden mit Rechercheergebnissen und eigenen Analysen gelangen Sie hier​.
Regisseur Peter Ohlendorf und Norbert Kelpp von "Allgäu rechtsaussen" nach dem Publikumsgespräch im Leutkircher Centraltheater. Neun Jahre lang hat der Journalist Thomas Kuban undercover Rechtsrockkonzerte besucht und heimlich gedreht. Zusammen mit dem Regisseur Peter Ohlendorf hat er daraus den Film "'Blut muss fließen' - Undercover unter Nazis" gemacht. Denn eine Songzeile taucht auf den Konzerten und auch im Film immer wieder auf: "Blut muss fließen, knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik". Die Bilder sind in diesem Film trotz allgegenwärtiger Hitlergrüße nicht das Verstörende - es sind die Texte. Da wird völlig unverblümt zur Gewalt aufgerufen und schamlos gegen Minderheiten gehetzt. Von "Nazi-Terror" spricht der Regisseur dann auch dementsprechend. Natürlich werden diese Konzerte nicht öffentlich beworben. Bei all den Verstößen beispielsweise gegen das Verbot der Volksverhetzung wäre dies wohl kaum möglich. Thomas Kuban gebührt der Dank dafür, einen Einblick in diese konspirativ agierende Szene zu geben. 

Zahlreiche Interessierte besuchten eine öffentliche Führung, die ebenfalls von den Jugendlichen angeboten wurde.

Ausstellung "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte"

Jugendliche begleiten Jugendliche - so lässt sich das erfolgreiche Ausstellungskonzept des Anne Frank Zentrums zusammenfassen. Vier Wochen war ihre Wanderausstellung "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" in der Leutkircher Geschwister-Scholl-Schule zu sehen. Über 40 Schulklassen aus der Region meldeten sich für eine Führung an. Geführt wurden sie von Jugendlichen von Leutkircher Schulen, die sich zuvor vom Anne Frank Zentrum dazu ausbilden lassen hatten. Ein überzeugendes Konzept, das Lehrkräfte wie Jugendliche begeisterte.
Infos zu den Wanderausstellungen des Anne Frank Zentrums und ihren aktuellen Standorten finden Sie hier.  
Logo Anne Frank Zentrum

Die Erste Landesbeamtin, Frau Eva-Maria-Meschenmoser, begrüßt die zahlreichen Gäste

Ausstellungseröffnung

Am 12. März wurde die Ausstellung "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" feierlich in der Geschwister-Scholl-Schule eröffnet. Nachdem Schulleiter Heinz Brünz die Anwesenden begrüßt hatte, beschrieb Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle in seinem Grußwort eindringlich, was wir unserer Demokratie verdanken - und warum es an jedem einzelnen von uns liegt, dafür zu sorgen, dass diese Errungenschaften erhalten bleiben. Die Erste Landebeamtin Eva-Maria Meschenmoser eröffnete schließlich die Ausstellung offiziell, indem sie eine Kerze entzündete. Leutkirch Leuchtet - die Ausstellung bildet den Kern der so benannten Aktionswochen für Demokratie, Vielfalt und Toleranz (siehe oben). Damit die Stadt auch im ganz wortwörtlichen Sinne leuchtet, wanderte die Kerze zu allen folgenden Veranstaltungen.

Die 23 Jugendlichen, die sich zu Ausstellungsbegleiterinnen und Ausstellungsbegleitern haben ausbilden lassen.

Nachdem der Patrick Siegele, Direktor des Anne Frank Zentrums, die jugendlichen Ausstellungsbegleiter und -begleiterinnen (siehe oben) interviewt hatte, gaben diese im anschließenden informellen Teil eine erste Kostprobe ihres Könnens und erläuterten den Gästen Teile der Ausstellung.
Leutkirch Leuchtet: Argumentationstraining

Jeder kennt die Situation.

Man ärgert sich über platte Sprüche, Anfeindungen gegen Ausländer, frauenfeindliche Witze und Überheblichkeiten gegenüber Minderheiten. Der Referent des Vereins "Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V." gab Ratschläge, wie man sich beim nächsten Mal in so einer Situation verhalten kann.​ Das wichtigste sei es, sich bewusst zu machen, dass man diesen Menschen und seine Einstellungen nicht werde ändern können. Eine Erkenntnis, die überaus entlastend wirkt. Und dann kann man sich darauf fokussieren, selbst Stellung zu beziehen und die eigene Meinung kund zu tun. Denn dann merken die Umstehenden und im Zweifel Unentschiedenen, dass es durchaus andere Ansichten zum Thema gibt.

Leutkirch Leuchtet: Konzertlesung mit Urs Fiechtner und Sergio Vesely.

Urs Fiechtner und Sergio Vesely.

Der eine Schriftsteller, der andere Musiker - und beide Aktivisten für die Menschenrechte. Gemeinsam haben sie vor über 40 Jahren den Begriff der Konzertlesung erfunden und geprägt. Bei ihren Auftritten verschmelzen Texte und Melodien zu einem symbiotischen Ganzen und machen auch ein schwer verdauliches Thema wie das Verschwindenlassen von politisch unbequemen Personen in aller Welt greifbar. Erstmals dokumentiert ist diese extreme Menschenrechtsverletzung in Hitlers Nacht-und-Nebel-Erlass. Überaus populär wurde das Verschwindenlassen dann in den Militärdiktaturen Lateinamerikas.

Die Referenten schafften es dennoch, dem Abend mit einer recht vergnüglichen Betrachtung über "das eigenartige Deutschland" einen motivierenden Ausklang zu geben.

Workshop "Rechte Musik"

Warum ist rechte Musik als Einstiegsdroge in die Szene so  gefährlich? Und woran erkenne ich überhaupt wirklich rechte Musik?

Cord Dette vom Demokratiezentrum ging diesen Fragen bei einem gute besuchten Workshop mit Fachkräften aus der Kinder- und Jugendarbeit nach. Sein Plädoyer: Verbieten ist immer die schlechteste Alternative. Wenn man mitbekomme, dass Jugendliche eindeutig rechte Musik hörten, solle man vielmehr mit ihnen ins Gespräch gehen darüber. Warum hörst du das? Ist dir bewusst, dass du in einer Welt, wie sie in dieser Musik herbei beschworen wird, deutlich weniger Freiheiten hättest?

Nur mit gemeinsamer Anstrengung für die Freiheiten unserer Demokratie lässt sich der rechtsextremen Szene etwas entgegen setzen, so der Referent abschließend.

Logo Demokratiezentrum Oberschwaben
Leutkirch Leuchtet - Finissage

Im Rahmen der Aktionswochen war ein Fotowettbewerb ausgelobt worden. Das Motto: Die Vielfalt macht den Unterschied. Fast 90 eingereichte Fotos machten der Jury die Auswahl nicht leicht. Zum Abschluss der Aktionswochen fand in der Anne Frank Ausstellung eine Finissage statt, bei der alle Einsendungen zu sehen waren. Das Publikum kürte seinen Sieger, die Jury vergab drei weitere Preise.
Alle teilnehmenden Fotos können hier angeschaut werden.

Projekte 2018

Dokuzentrum des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg

Die 13. Klasse des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums in Leutkirch verbrachte einen Tag auf dem Nürnberger Rechsparteitagsgelände. Dort lernten sie nicht nur etwas über den Aufstieg und Niedergang des Nationalsozialismus, sondern verorteten das Thema auch in der heutigen Zeit: Reichsbürger und die Identitäre Bewegungen waren genauso Thema wie die Grundsätze rechtsextremer Parteien. Die daraus entstandenen Plakate werden allen Klassen der Geschwister-Scholl-Schule zugänglich gemacht.

Zentral war die Erkenntnis, dass rechtsextremistisches Gedankengut keineswegs der Vergangenheit angehört.
JuLe2019

20 Jugendliche, fünf Nationalitäten, vier Schulen, zwei Wochenende. Das Ergebnis sind 20 frisch ausgebildete, motivierte Jugendgruppenleiter für Leutkirch. Sie haben  sich mit rechtlichen und finanziellen Aspekten beschäftigt, mit Organisation und Planung und nicht zuletzt auch mit Erster Hilfe. Im Anschluss sind sie nun in den Verschiedensten Bereichen und Organisationen tätig und wenden das Gelernt unmittelbar an.

Das Jugendhaus vermittelt die Jugendgruppenleiter außerdem für Projekte und Veranstaltungen weiter. Anfragen können an das Jugendhaus, Patricia Fietz, gestellt werden.
Wahl der Jugendgemeinderäte

2018 wurde unter Federführung der Stadt Leutkirch und mit Unterstützung durch die Partnerschaft für Demokratie der erste Leutkircher Jugendgemeinderat gewählt.

22 Jugendliche zwischen 13 und 19 bewarben sich um die 15 Plätze. Die Wahlbeteiligung lag bei 72 %. Der Jugendgemeinderat ist für zwei Jahre gewählt und übernimmt gleichzeitig die Funktion eines Jugendforums, welches über Anträge an der Jugendfonds der Partnerschaft für Demokratie entscheidet.
Er ist in ganz Deutschland unterwegs und hat 2018 auch eine Woche in Leutkirch Station gemacht: Der Missio Truck mit einer Ausstellung zu Flucht und Vertreibung an Bord.

Missio Truck zu Flucht und Vertreibung

Leutkircher Religionslehrkräfte ​hatten zusammen mit der katholischen Gemeinde St. Vincenz dafür gesorgt, dass über 500 Schülerinnen und Schüler in den Genuss der multimedialen Ausstellung kamen.

 Am Eröffnungstag fand abends eine Lesung des Buches "Meine Heimat war das traurigste Land der Welt. Jetzt ist es das unglücklichste" statt. Katrin Seglitz hat es zusammen mit den syrischen Teilnehmenden ihres Integrationskurses in Ravensburg verfasst. Ursprünglich geplant als Erzählprojekt erlaubt das fertige Buch individuelle Einblicke in die alten und die neuen Heimaten der Protagonisten.
Clip Award NightClip Award NightZum zweiten Mal stieg die Clip Award Night in des Festhalle, um die Gewinner des Clip Contest zu küren.

Der hatte unter dem Motto "Typisch Mensch, typisch Leben, typisch Missverständnis" gestanden. Über 40 Clips machten der Jury die Auswahl schwer. Allerdings durfte dieses Jahr auch das Publikum mitentscheiden. In einem live-Voting wählten die Zuschauer einen Clip zum Publikumsgewinner. Diesen sowie auch die Gewinnerclips der anderen Kategorien können unter www.clip-contest.de angeschaut werden.

Was war bzw. ist das eigentlich für ein Land, aus dem so viele Menschen zu uns geflohen und zu unseren neuen Nachbarn und Kollegen geworden sind?

Zwei syrische Filmemacher, die heute in Isny leben, zeigen dies in ihrem Film "Syrien, Land der Sonne". Der halbstündige Streifen zeigt das Land mit seinen Naturschönheiten und seiner religiösen wie kulturellen Vielfalt sowieso auch seiner brummenden Industrie. Er spart auch nicht aus, was daraus mittlerweile geworden ist. Aber er endet hoffnungsvoll.

Der Film kann für Privat- oder Schulvorführungen von der Partnerschaft für Demokratie ausgeliehen werden.

Friedens-Diorama

Eine Diorama?

Kennt eigentlich jeder. Die Weihnachtskrippe ist das beste Beispiel dafür. Ein Diorama ist eine dreidimensionale Darstellung in einem Schaukasten. Ein Friedens-Diorama anlässlich von Weihnachten haben nun 52 Schülerinnen und Schüler der Kunstschule Sauterleute in Kooperation mit der Gemeinschaftsschule erschaffen. Woche für Woche haben sie sich getroffen und an ihren Ausstellungsstücken gearbeitet: Eine Krippe ist natürlich mit dabei, außerdem weihnachtliche Symbole verschiedener Kulturen und religiöse Symbole aus Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus.

Das Friedens-Diorama war im Dezember und Januar in den Schaufenstern der Kunstschule in der Bachstraße 6 zu sehen.

Projektvorstellung "House of One"

Was haben ein Rabbi, ein Pfarrer und ein Imam gemeinsam?

Mit dieser Frage machte der Mosaik e. V., der seit 2018 im Bereich Dialog und interkulturelle Verständigung in Leutkirch aktiv ist, auf seine Vorstellung des Projektes House of One aufmerksam. Die Antwort: Ein Gotteshaus in Berlin, bei dem unter einem Dach eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee vereint sein werden. Eine weitere Antwort von einer jungen Besucherin: Sie sind alle drei Menschen.

Nach der inspirierenden Vorstellung dieses weltweit einzigartigen Projektes lud der Mosaik e. V. zu Tee und selbstgemachten Kleinigkeiten ein.
Präventionstheater: (no) welcome

Über 100 Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule kamen im Oktober in den Genuss eines Theaterstücks der Gruppe "Bühnengold".

Alle Deutschen sind Rechtsextremisten, alle Muslime sind Terroristen, und die Nationalhymne darf man nur mit stolzgeschwellter Brust singen! Oder? Ach was, Geschichtsunterricht, das ist doch so laaangweilig... Ganz und gar nicht langweilig war der Parforceritt der Schaupieler durch die jüngere Geschichte dieses Landes. Am Ende sind viele Meinungen zur Sprache gekommen. Sichtlich zum Nachdenken gebracht diskutieren die Schüler schließlich darüber, was nun eigentlich typisch deutsch ist (Lederhosen?) und was denn das Wort Kanake bedeutet - hier und heute jedenfalls ein Schimpfwort, da ist man sich einig.
Theaterworkshop zu Demokratie und Beteiligung

Zwei Schulklasse der Geschwister-Scholl-Schule, eine im 12. Schul- und eine im Berufsvorbereitungsjahr, haben im September an einem dreitägigen Theaterworkshop teilgenommen.

Dabei haben sie erarbeitet, welche Themen ihnen wichtig sind und wie sie die Frage nach der Beteiligung von Jugendlichen sehen. Herausgekommen sind beeindruckende Theaterszenen über den Wert von Demokratie und Mitbestimmung, über Ungerechtigkeit und die Hoffnung auf Veränderung hin zum Besseren.

Großer Bahnhof der Nationen

Menschen aus 84 Nationen leben gemeinsam in Leutkirch!​

Dass sie alle friedlich und fröhlich miteinander feiern können, wurde beim Großen Bahnhof der Nationen unter Beweis gestellt. Der Bahnhof symbolisiert dabei einen Ort, an dem sich täglich Wege kreuzen, wo Menschen ankommen und einander treffen.

Die Showbühne zeigte bis in den Abend hinein Auftritte, darunter eine türkische Folkloregruppe genaus so wie Bliems Bunte Bühne aus Ottmannshofen.  Auch kulinarisch konnten sich die Besucher durch die halbe Welt probieren.

Der Große Bahnhof der Nationen fand im Rahmen des Altstadt-Sommerfestivals (ALSO) statt.
Holzwerkstatt

Wieder einmal lockte die Kreative Holzwerkstatt von Peter Wolf Hunderte Kinder vor die evangelische Kirche, wo sie allerhand Träume in Holz verwirklichen konnten.

Neu in diesem Jahr: Die gebastelten Stücke konnte auch angemalt werden.

Die Holzwerkstatt bietet allen Leutkircher Kindern die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen und sich handwerklich auszuprobieren. Noten oder Sprache sind hier erst einmal egal. Darüber hinaus sorgt sie auch mit den vielen Helfern aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen für Begegnungen, die im normalen Alltag eher unwahrscheinlich wären.

Mehr Informationen über die Holzwerkstatt gibt es hier.
Kreativ-Workshop "Tell your Story"Kreativ-Workshop "Tell your Story" Im Rahmen des Highmatland-Festivals wurde von Jugendlichen ein Kreativ-Workshop organisiert.

Unter dem Titel "Tell your Story" (dt.: "erzähle deine Geschichte") konnten Jugendliche ihre eigene Lebensgeschichte auf die Leinwand bringen. Die bunten Farbtupfer dienten während des Festivals dann als Hintergrund für eine Performance der Kunstschule Sauterleute. „Exclusive inclusion“ trat mit augenfällig verkleideten Figuren auf das Gelände und wurde Teil der Menge. Wer wollte, konnte sich ebenfalls verkleiden und erleben, wie es ist, ganz anders auszusehen als die anderen.

Letztendlich wurde festgestellt: Egal, wie man aussieht oder wo man herkommt, wir können alle zusammen friedlich feiern.

Highmatland-Festival

Nicht zuletzt als Antwort auf die Kontroverse um den Auftritt des Künstlers "Haftbefehl" beim Highmatlandfestival entschied die Leutkircher Partnerschaft für Demokratie, bei der diesjährigen dritten Auflage des Festivals in Form eines Standes präsent zu sein.

Unter dem Motto „außen anders – innen gleich“ wurden kostenlose Donuts an die friedlich feiernde Menge verteilt. Außen anders und innen gleich sind nämlich nicht nur die Donuts, sondern auch wir Menschen. So kam man ins Gespräch, und viele der Jugendlichen unterstützten uns anschließend bei unserer Foto-Aktion. Eine Auswahl der dabei entstandenen Bilder finden Sie hier.
Highmatland-Festival





Projekttag Agenda 2030 Was haben Demokratie und Nachhaltigkeit miteinander zu tun?

Beide brauchen engagierte, mündige, verantwortungsbewusste Bürger. Die sich ihre eigenen Gedanken machen und die Initiative ergreifen. Und zwar nicht nur für das große Ganze, sondern ganz konkret im alltäglichen Handeln und Zusammenleben. Die Schülerinnen und Schüler des Hans-Multscher-Gymnasiums hatten am Projekttag "Brennpunkt Zukunft. Agenda 2030" die Wahl zwischen 28 Projekten. In allen ging es um nachhaltige Entwicklung - ganz im Sinne der Agenda 2030, die die globale Staatengemeinschaft 2016 ins Leben gerufen hat. So bauten manche Schüler einen Solarkocher, in dem sie dann allein mit der Kraft der Sonne ihr Mittagessen kochten. Ein andere Gruppe sammelte erste Imker-Erfahrungen.

Organisiert wurde der Projekttag vom Unesco-Team der Schule.
Schnupperangeln für Mädchen Schnupperangeln für Mädchen Die Jugendgruppe des Fischereiver​eins Leutkirch bestand bisher nur aus Jungs. Zeit, das zu ändern! Mit einem Schnupperangeln für Mädchen möchte der Verein sich vielfältiger aufstellen. Beim Angeln geht es nicht nur um Fische, sondern auch um den Naturschutz. Denn nur was man kennt, kann man schützen.

Jeden zweiten Samstag im Sommer verbringt die Jugendgruppe einen Vormittag an der frischen Luft, an einem der Gewässer in Leutkirch und den Ortschaften. Sie bietet eine Teilhabemöglichkeit für alle Kinder, unabhängig von Herkunft oder Religion - und nun eben auch unabhängig vom Geschlecht.
Kennenlernfreizeit

Gemeinsam Grenzen überwinden und den Aufstieg zur in 2.000 Meter Höhe gelegenen Mindelheimer Hütte wagen - das hat eine bunte Gruppe unter Führung der Boxabteilung des TSG Leutkirch gewagt.

Für fast alle Teilnehmenden war dies die erste Bergtour in ihrem Leben. Fast alle Teilnehmenden haben außerdem einen Migrationshintergrund. Der Boxsport vereint sie und trägt ein gutes Stück zur Integration in die Leutkircher Gesellschaft bei. Beim Abstieg am nächsten Tag waren jedenfalls schon gute Kontakte zwischen den Wanderern aus fünf verschiedenen Nationen - inklusive Deutschland - geknüpft worden.
Bild+Text Ausstellung Lilo Gollowitsch

Jedes Jahr ist eine andere Leutkircher Schule Patin für die überlebensgroße Statue der Lilo Gollowitsch – eine jüdische Leutkircherin, die im KZ Auschwitz ermordet wurde. Die Schule St. Anna hat diese Patenschaft zum Anlass genommen, eine Ausstellung rund um die Familie Gollowitsch und die Herrschaft des Nationalsozialismus auszurichten. Kann man aus der Geschichte lernen? Die Schülerinnen und Schüler jedenfalls haben in eindrücklicher Projektarbeit den Wert der Toleranz erfahren.

Die Ausstellung wird zusammen mit der Lilo-Statue an die die Patenschaft übernehmende Schule übergeben.

Die Tiefen des World Wide Web mit seinen unbegrenzten Möglichkeiten. Eine davon: Cybermobbing. Dafür wurden die achten Klassen des Hans-Multscher-Gymnasiums nun mit einem eindrucksvollen Theaterstück sensibilisiert. „Helden im Netz“ wurde von der Wilden Bühne aus Stuttgart aufgeführt. Das Besondere ist hierbei, dass die Schauspieler persönliche Erfahrungen mit den in ihren Stücken behandelten Themen mitbringen. Im Anschluss an das Stück fand in den Klassen eine Nachbereitung statt – ohne Lehrer, dafür mit den Schauspielern, die für wirklich alle Fragen zur Verfügung standen.

 Präventionstheater: Helden im Netz Präventionstheater: Helden im Netz
Schon seit langem treffen sich die Frauen der Leutkircher Moscheegemeinde zu gemeinsamen Teestunden. Tee und Essen sind dabei nur ein Vorwand, wenn auch ein sehr guter. Eigentlich geht es aber um die Gespräche. Diese Teestunde wird nun geöffnet und gemeinsam mit dem katholischen Kinder- und Familienzentrum St. Vincenz angeboten. Alle Leutkircher Frauen sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen, Tee und Leckereien zu genießen und sich auszutauschen.
Zu gewünschten Themen werden außerdem Referenten eingeladen.

Termine, Ort und weitere Informationen finden Sie hier.
Studienfahrt Berlin

Vom Allgäu bis in die Hauptstadt ist es ein weiter Weg. Aber er lohnt sich! Das können die knapp 100 Schülerinnen und Schüler des Hans-Multscher-Gymnasiums bestätigen, die im Rahmen einer Studienfahrt vielfältige Eindrücke gewinnen konnten. Im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen ging es um Unrecht in der DDR, in der Gedenkstätte Bernauer Straße wurde an die Mauer und ihre Opfer erinnert. Auch das Denkmal für die sechs Millionen ermordeten Juden Europas wurde besucht. Die Leutkircher Partnerschaft für Demokratie ermöglichte Führungen durch diese geschichtsträchtigen Orte.

Interkultureller Treff


Haben Sie Lust, andere Kulturen kennenzulernen - ganz ohne weit weg fahren zu müssen? Oder haben Sie vielleicht Lust, die deutsche Sprache zu praktizieren und zu üben? Für beides gibt es Gelegenheit im neu gegründeten Interkulturellen Treff. Hervorgegangen ist er aus einer Kooperation des ehemaligen Gesprächscafés Cajak mit der Gruppe spanischsprachiger Familien in Leutkirch. Großformatige Fotos zur deutschen Geschichte und zu demokratischem Miteinander bieten Gesprächsanlässe, und mithilfe verschiedener Sprachlernmaterialien passiert das Deutschlernen ganz nebenbei.

Der Interkulturelle Treff findet wie folgt statt:

Jeden ersten Mittwoch im Monat 9 bis 11 Uhr im St. Vincenziushaus, Obere Grabenstraße 13.
Jeden dritten Donnerstag im Monat 19.30 bis 21 Uhr im Sonnentreff, Gerberstraße 8.
Workshop 4>>ward


Die Kunstrichtung Hip Hop ist vielfältig: Rap, Graffiti, auch Street Art gehört dazu. Einen Einblick in diese Vielfalt konnten die Teilnehmenden eines Workshops im Jugendhaus bekommen. Die erfahrenen Coaches vom Hip Hop-Netzwerk 4>>ward ("vorwärts")  vermittelten nebenbei auch den geschichtlichen Hintergrund der Hip Hop Kultur. Am Ende zierte ein waschechtes Graffiti die eigens vorbereitete Wand und nahmen Vater und Sohn einen gemeinsam getexteten Rapsong auf.

Eine Übersicht über weitere Workshops von 4>>ward gibt es hier.
Am Frühlingsfest präsentierte sich das Kinder- und Familienzentrum St. Vincenz mit einer ungewöhnlichen Standidee: Unter dem Motto "komm her, mach's bunt" durften Groß und Klein den aufgestellten Pavillon mit ihren bunten Handabdrücken verzieren. Folgender Spruch ergänzt das Ganze: "Ein europäisches Kind, ein afrikanisches Kind, ein asiatisches Kind drücken beim Spielen ihre Hände in den Lehm. Nun geh und sag welche Hand ist von wem!"
Projekt "Komm her, mach's bunt"Projekt "Komm her, mach's bunt"

Der Pavillon wird bei verschiedensten Anlässen zum Einsatz kommen und kann auch gern ausgeliehen werden. Bei Interesse kann hier Kontakt aufgenommen werden: www.kifaz-leutekirche.drs.de/kontakt
"One Billion Rising" - eine Milliarde erhebt sich, weltweit, gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. In Leutkirch kamen aus diesem Anlass hunderte Schülerinnen und Schüler zu einer Tanzdemo auf dem Kornhausplatz zusammen. Das Grußwort sprach die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Sabine Fietz.


Die Tanzdemo wurde ergänzt durch eine abendliche Lesung der „Vagina-Monologe“ in der Stadtbuchhandlung. Deren Autorin, die amerikanische Schriftstellerin Eve Ensler, hatte den Aktionstag „One Billion Rising“ 2012 ins Leben gerufen. Es las die Schauspielerin Jutta Klawuhn, begleitet von der Musikerin Isolde Werner.

Mehr Informationen zum Aktionstag und weiteren Veranstaltungen in ganz Deutschland finden Sie hier: www.onebillionrising.de


Flashmob - One Billion Rising Lesung „Vagina-Monologe"

„Wir sind offen!“. Dieses Signal möchten die Blaulichtorganisationen aussenden und sich interkulturell öffnen. Öffnen für alle, die einen sogenannten Migrationshintergrund haben und in den Blaulichtorganisationen bisher kaum vertreten sind.

Am Tag der Begegnung, traditionell dem Auftakt der Interkulturellen Woche, haben sich die Blaulichter präsentiert. Die Aktion, die uns die Weltoffenheit ein Stück näher bringen will, wird jährlich vom Jugendhaus organisiert. Neben vielfältigen Mitmachangeboten kam auch die kulinarische Seite nicht zu kurz. Türkisch, syrische, thailändische und afrikanische Gerichte konnten kostenlos probiert werden.

Falls Sie Interesse haben, sich bei einer der Blaulichtorganisationen zu engagieren, schauen Sie bitte hier: DLRG (Wasserrettung), Deutsches Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehr, Johanniter-Unfall-Hilfe.

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Wie wollen wir in Leutkirch zusammenleben?

Darüber diskutierten 50 Leutkircherinnen und Leutkircher bei der Ersten Leutkircher Demokratiekonferenz. Veranstalter war die Leutkircher Partnerschaft für Demokratie selbst.

Haben Sie zu diesem Thema auch etwas zu sagen? Oder vielleicht eine konkrete Idee, wie man das Zusammenleben in Leutkirch stärken kann? 

Für offene Fragen steht Ihnen Maria Hoenig Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihnen steht auch die Möglichkeit zur Verfügung, einen Antrag bei der Leutkircher Partnerschaft für Demokratie zu stellen, um finanzielles Förderung für Ihr Projekt zu bekommen! Das Antragsformular finden sie unter "Zum Herunterladen".

Eine Dokumentation der Demokratiekonferenz kann hier heruntergeladen werden.

Demokratiekonferenz

Sonne, Skaten, junge Leute.

Der Skate Contest am vergangenen Wochenende​ lockte viele junge Leute in den Leutkircher Skate Park. Hier wurde dann das Geschick auf dem Skateboard auf die Probe gestellt. Natürlich wollte man einen soliden Auftritt vor den Zuschauern hinlegen.

Das Wichtige beim Skaten ist Spaß zu haben, denn auf Herkunft oder sozialen Status kommt es nicht an. Im Skate Park verbindet das gemeinsames Hobby auf dem Board, da spielt die Sprache eine kleine Rolle.

Mit guter Laune, einem Skateboard und Musik wurde der Contest zum amüsanten Erlebnis. 

Das Projekt wurde von Jugendlichen organisiert. 

Der Skate Contest ist eingebettet in einen Regio-Cup, der an verschiedenen Orten im Landkreis ausgetragen wird. Mehr Informationen zum Regio-Cup finden Sie hier.

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Projekte 2017

Unmittelbar vor der Bundestagswahl warb eine weithin sichtbare Walflosse dafür, nicht abzutauchen – sondern sich an der Wahl zu beteiligen.
Das Projekt "Wa(h)l. Tauch nicht ab!"

An einer Fotobox konnten Passanten außerdem ein Statement abgeben, warum sie zur Wahl gehen oder warum Demokratie eigentlich wichtig ist. Ausgedacht hat sich diese Veranstaltung der Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“. Am Freitag vor der Wahl wurde vor der Geschwister-Scholl-Schule für eine hohe Wahlbeteiligung geworben. Am Samstag war die Walflosse am Gänsbühl aufgebaut.

Eine Auswahl der Fotobox-Bilder finden Sie hier.
Am 13. Oktober 2017 wurde der Leutkircher Mitmachgarten eröffnet.


Zu Kaffee und Kuchen gab es musikalische Begleitung durch die Band „Blanc Noir“. Sie besteht aus Aichstettenern und Aichstettener Flüchtlingen.
Auf dem Gelände neben der Kunstschule Sauterleute wurde der Mitmachgarten durch eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen.
Hier geht es nicht nur um selbst erzeugte Nahrungsmittel, sondern auch um das Miteinander. Das Alter, der soziale oder ethnische Hintergrund, eventuelle Behinderungen –  das alles soll hier keine Rolle spielen. Der Garten ist offen für alle. Er möchte Integration vorleben und Begegnungen ermöglichen.

Wer auch mitmachen möchte, kann hier Kontakt aufnehmen.


Ein Kinder-Kunst-Friedens-Projekt veranstaltete die Stiftung Kinderchancen Allgäu.

Das Projekt "Wir sitzen alle im selben Boot"

Die Kinder fertigten Gipsmasken von ihren Gesichtern an und setzten diese gemeinsam in ein Boot.  Das Boot symbolisiert zum einen unsere Gesellschaft, an der wir alle gleichberechtigt teilhaben sollen. Darüber hinaus ist es auch ein Fingerzeig auf die Flüchtlingsboote auf dem Mittelmeer.


Kunsttherapeutinnen und ehrenamtliche Helfer schufen einen Rahmen, in dem die Kinder sich mit den abstrakten Begriffen Individualität, Vielfalt, Toleranz und Miteinander altersgerecht auseinander setzen konnten.

Durchgeführt wurde das Projekt im Rahmen der Kinderbibeltage am 14. und 15. Oktober 2017. Das entstandene Boot wird an verschiedenen Orten in der Stadt zu sehen sein.
„Demokratie leben!“ fördert die Testphase des Projektes.
NeLe

NeLe wird eine Internetplattform, die von allen Menschen in und um Leutkirch zur Vernetzung, zum Informationsaustausch und zur gesellschaftlichen Teilhabe genutzt werden kann.

Menschen können unbürokratisch miteinander in Kontakt kommen, Engagement bündeln, Bedarfe und Möglichkeiten zur gegenseitigen Unterstützung abstimmen und Informationen teilen.


Zur Homepage geht es hier. 

Ausbau unserer Mediathek


In Zeiten der Bundestagswahl, hoher Flüchtlingszahlen und rechter politischer Bewegungen haben die Schüler viele Fragen zu diesen Themen. Um diesen Interessen kompetent und schülernah begegnen zu können, wurde die Bibliothek der Schule St. Anna erweitert um Filme zum Themenspektrum der politischen Bildung anzuschauen. Für jede Altersstufe und jeden Hintergrund sind Filme dabei. Durch positiv besetzte Vorbilder in verschiedenen Filmen und Einblicke in geschichtliche Zusammenhänge bietet sich so die Chance, Toleranz zu stärken und Mut zur Zivilcourage zu machen.

In einem mehrwöchigen Prozess hat eine Schülergruppe sich mit Themen wie Rechtsextremismus oder Menschenfeindlichkeit beschäftigt und schließlich entschieden, welche Filme dazu angeschafft werden.
„Demokratie leben!“ förderte die Eröffnung des Begegnungscafés.

Eröffnung BegegnungscaféIm bisherigen Kinder-Second-Hand-Kleiderladen in der Gerbergasse entstand ein Begegnungscafé. Es wird als Treffpunkt für Gruppen zur Verfügung stehen. Außerdem können dort auch Veranstaltungen stattfinden. Das Begegnungscafé wird eine Teilhabemöglichkeit unabhängig von ethnischem oder sozialem Hintergrund, Alter oder Geschlecht bieten. Es stellt einen Raum für ehrenamtliches Engagement jeder Art dar.


Weitere Informationen zu Veranstaltungen und Möglichkeiten im Begegnungscafé gibt es hier. 

In Kooperation mit verschiedenen Einrichtungen entstehen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickelte Kunstwerke.

Kunstschule: "One color doesn’t make a rainbow"Der Prozess ist ganz offen gehalten in Bezug auf Ergebnisse und auch auf weitere Kooperationspartner und Teilnehmende. Ziel ist dabei unter anderem, niederschwellige Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, die Teilnehmenden mit Heterogenität und anderen Auffassungen als den eigenen zu konfrontieren und Vorurteile abzubauen.
An drei Wochenenden im Oktober und November trafen sich Schüler verschiedener Leutkircher Schulen zur Jugendgruppenleiterausbildung.

JuLE 18Das Projekt mit dem Titel "JuLe18" möchte die Leutkircher Jugend fit machen für die Herausforderungen der heutigen Zeit. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit von Trägern in der Jugendarbeit gestärkt werden. Langfristig soll das Projekt in eine gemeinsame Jugendstrategie münden.

Zunächst einmal können jedoch die frischgebackenen Jugendgruppenleiter anderen Jugendliche eine Orientierung in den Bereichen Toleranz und Respekt geben.
Preisverleihung des Clip ContestsUnter dem Motto „Typisch deutsch, typisch Leutkirch, typisch Heimat“ hatten die elobau Stiftung und das Jugendhaus einen Clip Contest ausgerufen. Die Preisverleihung zeigte mit verschiedenen Clips eine breite Sichtweise auf das Thema. Auch die Perspektive von Flüchtlingen zum Thema Heimat war vielfältig vertreten.

Musikalisch umrahmt wurde das Programm von der Band Noir Blanc, die sich aus Flüchtlingen und alteingesessenen Aichstettenern zusammensetzt. Impulsvorträge hielten Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle, der baden-württembergische Minister für Soziales und Integration Manne Lucha sowie der Leiter des Centrums für Angewandte Politikforschung Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Weidenfeld.

Zu den Clips geht es hier.