Glasmacherdorf Schmidsfelden


Ein ein­zig­ar­ti­ges Ju­wel in der Re­gi­on.

Das kom­plett er­hal­te­ne Glas­ma­cher­dorf Schmids­fel­den ist ei­ner der wich­tigs­ten tou­ris­ti­schen An­zie­hungs­punk­te un­se­rer Re­gi­on mit ho­hem Er­leb­nis­wert. Auf In­itia­ti­ve des Be­sit­zers, der Hei­mat­pfle­ge Leut­kirch und der Pro­jekt­grup­pe Schmids­fel­den kam vor Jah­ren wie­der neu­es Le­ben in das Dorf. Haus für Haus wur­de sa­niert; ein Bis­tro er­öff­net, ei­ne Na­tur­schutz­sta­ti­on im Glas­ma­ga­zin ein­ge­rich­tet. Heu­te le­ben et­wa 40 Per­so­nen in den ehe­ma­li­gen Glas­ma­cher­häu­sern. Ei­ne bun­te und le­ben­di­ge Dorf­ge­mein­schaft.

Die Glas­hüt­te

Das Hüt­ten­ge­bäu­de prä­sen­tiert sich als mäch­ti­ge, stüt­zen­lo­se Holz­kon­struk­ti­on, 28 Me­ter lang, 14 Me­ter breit und statt­li­che 15 Me­ter hoch. In ihr stan­den die Schmelz­öfen, in wel­chen die Glas­ma­s­se ge­schmol­zen und flüs­sig ge­hal­ten wur­de. Im Dach­ge­bälk ver­lau­fen Ga­le­ri­en in zwei Ebe­nen. Auf ih­nen stan­den einst was­ser­ge­füll­te Bot­ti­che zur Brand­be­kämp­fung

Das Glas­mu­se­um

Das Glas­mu­se­um in Schmids­fel­den in­for­miert mit Do­ku­men­ten, Schau­ta­feln und Ex­po­na­ten al­ler Art über die Ge­schich­te der Glas­ba­ro­ne und der Glas­ma­che­rei im Ge­biet der Ade­legg. Deut­lich wird da­bei die brei­te Pro­duk­ti­ons­pa­let­te der Hüt­te: Ob Tin­ten­gläs­le oder gro­ßer Schle­gel, Schnupf­ta­bak-Fläsch­le oder Wein­ka­raf­fe, But­zen­schei­be oder groß­flä­chi­ges Fens­ter­glas, in Schmids­fel­den wur­de viel­sei­tig pro­du­ziert.

Das Glas­mu­se­um in Schmids­fel­den wird von der Hei­mat­pfle­ge Leut­kirch e. V. ge­führt und be­treut.

Die Manufaktur

Mehr als 100 Jah­re nach­dem die Öfen still­ge­legt wur­den, wird in Schmids­fel­den wie­der Glas pro­du­ziert. Glas­ma­cher Ste­fan Mi­chae­lis fand im Dorf ei­ne neue Hei­mat und knüpft an den eins­ti­gen Er­folg der Glas­ma­cher auf der Ade­legg an. Die al­ten Öfen konn­ten zwar nicht mehr funk­ti­ons­tüch­tig ge­macht wer­den, da­für ent­schied man sich für ein neu­es Glas­stu­dio.

Uri­ge Ein­kehr im al­ten Glas­ma­ga­zin

Ob Glas­ma­cher­pfan­ne die in rie­si­gen Pfan­nen vor den Gäs­ten zu­be­rei­tet wird oder Kaf­fee und Ku­chen ge­or­dert wer­den. Aus­ge­schenkt wird Ap­fel­saft der von Äp­feln aus dem Kreuz­thal ge­presst wur­de.

Zur Ge­schich­te des his­to­ri­schen Glas­ma­cher­dorfs

1678 ka­men die Glas­ma­cher aus dem Schwarz­wald hier­her: Die Glas­ma­cher­fa­mi­lie Schmid grün­de­te meh­re­re Hüt­ten, zu­letzt, 1824/25, die in Schmids­fel­den. Mit der fort­schrei­ten­den In­dus­tria­li­sie­rung und dem zu­neh­men­den Aus­bau der Ver­kehrs­we­ge bra­chen für die Glas­hüt­te in Schmids­fel­den gut 200 Jah­re spä­ter schwe­re Zei­ten an. Im Jah­re 1898 wur­den in Schmids­fel­den die Öfen still­ge­legt. Die Be­sit­zer­fa­mi­lie er­nähr­te sich fort­an von der Land­wirt­schaft und dem Sä­ge­werk. Die Ar­bei­ter­häus­chen be­gan­nen sich zu lee­ren. Bit­te­re Ar­mut zog auf vie­len Hö­fen im Kreuz­thal ein. Die Jun­gen wan­der­ten ab, nur die Al­ten blie­ben. Und Schmids­fel­den fiel in ei­nen jahr­zehn­te­lan­gen Dorn­rös­chen­schlaf.

Öffnungszeiten & Informationen

Die immer aktuellen Öffnungszeiten, das Wochenprogramm, Informationen zu Vorführungen und vieles mehr, finden Sie auf der Seite:

www.schmidsfelden.net