Stadtnachricht

Leutkirch unterstützt Wohnraumoffensive „herein“


Engagieren sich für die Wohnraumoffensive „herein“ der Caritas (von links): Karl Erzberger (Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Martin, Leutkirch), Leutkirchs Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle, der Projektverantwortliche Christian Mayer und Caritas-Fachleiter Christopher Schlegel. Bild: Caritas

Für zunächst zwei Jahre ist die Stadt Leutkirch damit seit 1. Oktober kommunaler Kooperationspartner der Wohnraumoffensive. Der Gemeinderat habe sich für diese Partnerschaft ausgesprochen und dieser ausdrücklich zugestimmt, freute sich OB Henle. Man werde jetzt in die aktive Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt einsteigen, über die Wohnraumoffensive der Caritas informieren und auf potenzielle Vermieter zugehen. Auch in Leutkirch gebe es leerstehende Wohnungen, deren Eigentümer eine Vermietung scheuten, so Henle weiter. Mit dem professionellen Projektpartner Caritas, der großes Vertrauen genieße, verspreche er sich gute Chancen, auch in Leutkirch zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum zu generieren. „Wir freuen uns sehr über die Kooperation“, betonte Schlegel. Die Stadt Leutkirch sei als erster kommunaler Vertragspartner im Allgäu ein wichtiger Ankerpunkt.  

Projektstart für die regionale Wohnraumoffensive der Caritas mit den Katholischen Dekanaten Friedrichshafen und Allgäu-Oberschwaben war im Jahr 2017. „Wir treten als Vermittler zwischen Vermieter und Mieter auf“, berichtete Christan Mayer, der das „herein“-Projekt leitet. In Kooperation mit Kirchen und Kommunen suche man geeigneten Wohnraum, miete diesen befristet zu marktüblichen Preisen an und untervermiete ihn an von der Caritas sozial begleitete Mieter. Auch nach Zustandekommen eines Mietvertrags begleitet die Caritas ihre Mieter weiter und schaltet sich frühestmöglich bei etwaigen Unstimmigkeiten in der Hausgemeinschaft helfend ein. Im Mietvertrag übernimmt die Caritas zudem Garantien für eventuelle Schäden oder Mietausfälle und bietet den Vermietern so weitgehende Sicherheiten für das Mietverhältnis. „Wir haben bislang gute Erfahrungen gemacht“, so Mayer. Seit Projektbeginn konnten rund 40 Wohnungen mit Raum für über 120 Menschen im Landkreis Ravensburg und im Bodenseekreis vermittelt werden.

Unterstützung kommt in Leutkirch auch von Seiten der Kirche. Er sei von dem Projekt „herein“ überzeugt und werde sich dafür engagieren, auf Leute zugehen und über die Wohnraumoffensive informieren, beispielsweise im kirchlichen Mitteilungsblatt „Leutekirche“, kündigte Karl Erzberger, Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Martin, an. Die Zusammenarbeit mit der Caritas in Leutkirch basiere auf einem effektiven Netzwerk mit kurzen Wegen und sei sehr gut, betonte Pfarrer Erzberger. „Wir brauchen dringend einflussreiche Multiplikatoren im Sozialraum, sie sind für unser Projekt überaus wichtig“, bedankte sich Schlegel für die Unterstützung.

Mit Leutkirch läuft das Projekt „herein“ jetzt aktuell in elf Kommunen der Region Bodensee-Oberschwaben. Die Caritas sei gegebenenfalls auch bereit, mit geringen Investitionen Wohnungen, die sich in schlechtem Zustand befinden oder zum Umbau anstehen, zu renovieren, um sie wieder an den Markt zu bringen, oder sich in Neubauprojekten zu engagieren, bei denen bezahlbarer Wohnraum für sozial benachteiligte Menschen entstehe, sagte Caritas-Fachleiter Schlegel.
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