Stadtnachricht

E-Mobilität: Neue Schnellladestation in Leutkirch


Einweihung Ladestation 27.11.2018: Landrat Harald Sievers und OB Hans-Jörg Henle zeigen die neue Ladesäule.Bereits nach rund 20 Minuten ‚tanken‘ lasse sich mit fast jedem modernen Elektromobil wieder eine ordentliche Strecke zurücklegen, erläuterte Landrat Harald Sievers bei der heutigen Einweihung. Für Sievers, selbst begeisterter E-Autofahrer, wird mit den beiden Ladesäulen das gebietsweise noch recht lückenhafte Versorgungsnetz im Landkreis enger geknüpft. Wichtig ist ihm dabei auch der richtige Service und für den sorgen Ladekabel, die bei den jetzt in Betrieb genommenen Ladesäulen über alle gängigen Steckertypen verfügen (CCS-, CHAdeMO- und Typ 2-Stecker) und fest an den Säulen angebracht sind. „Damit entfällt das lästige Auspacken und Anstecken eines mitgebrachten Kabels“, ist der Landrat zufrieden.

Betreiben werden die beiden Ladestationen von der EnBW, die sich schon seit längerem dem Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur verschrieben habe, erläuterte Klaus Härle, Leiter Kommunale Beziehungen für Oberschwaben, bei der Einweihung. Für die Errichtung und den Netzanschluss sorgte in Wangen und Leutkirch die Netze BW. Die EnBW-Tochter hatte zuvor schon im Rahmen eines bundesweiten Projekts entsprechende Erfahrungen mit Schnellladesäulen gesammelt.

Die Entwicklung beobachtet Harald Sievers mit großem Interesse: „Ohne ein dichtes Netz an Lademöglichkeiten bleibt die E-Mobilität weit hinter ihren Möglichkeiten“. Auch vor 100 Jahren sei der Autoboom nur dank vieler Tankstellen möglich gewesen, so Sievers. Dass in den nächsten Monaten im Rahmen eines groß angelegten Projekts der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) weitere neue Standorte im Landkreis dazukommen, ist für ihn deshalb „einfach toll“. Geplant sind im Einzelnen Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten und bis 22 kW in Bad Waldsee, Bad Wurzach, Baienfurt, Isny, Leutkirch und Ravensburg.
Der Zugang zu den Ladepunkten erfolgt am einfachsten mit der „EnBW mobility+ App“ oder mithilfe handelsüblicher RFID-Karten, die auch bei Nutzern aus dem europäischen Ausland verbreitet sind. Die „EnBW mobility+ App“ bietet zudem die Möglichkeit, mit dem Smart-Phone an allen Stationen des Energieversorgers und weiteren rund 19.000 Stationen in Europa zu ‚tanken‘. Die App lotst außerdem zu freien Anschlüssen und bietet Nutzern von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor eine Simulation, ob die Nutzung eines E-Mobils sinnvoll wäre. Weitere Infos: www.enbw.com/mobility-app 

Zusatz-/Hintergrund-Info:

Im Landkreis Ravensburg ist das Netz gebietsweise noch recht lückenhaft. In Wangen gibt es nach Auskunft der Internetplattform „goingelectric.de“ außer der Schnellladesäule des Landratsamtes zwei Ladesäulen in der Innenstadt mit bis zu 11 kW Leistung sowie eine private in Wangen-Wittwais mit Schuko-Steckern (3,7 kW). In der näheren Umgebung stehen noch die bei der Brauerei Farny (22 kW) sowie zwei in Amtzell (Schuko und 22 kW) zur Verfügung. Auch in der Innenstadt von Leutkirch stehen zwei Ladestationen zur Verfügung, allerdings mit maximal 11 kW. Dafür besteht an der Raststätte in Aichstetten bereits jetzt die Möglichkeit, mit bis zu 50 kW schnell zu laden. Außerdem wartet dort ein Tesla Supercharger auf Kundschaft.
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