Ausbau der LTE- und Mobilfunkversorgung

Im Jahr 2012 hat der Ge­mein­de­rat ei­ne Breit­band­stra­te­gie be­schlos­sen.
Im Mit­tel­punkt die­ser Stra­te­gie steht der Auf­bau ei­nes städ­ti­schen Glas­fa­ser­net­zes. In An­be­tracht der zu er­war­ten­den Dau­er bis zur Fer­tig­stel­lung und In­be­trieb­nah­me die­ses Net­zes sieht die Stra­te­gie vor, als Über­gangs­lö­sung ei­ne mo­bil­funk­ba­sier­te Breit­band­ver­sor­gung durch den Aus­bau des LTE-Net­zes zu un­ter­stüt­zen.

Be­reits seit dem Jahr 2013 steht die Stadt­ver­wal­tung mit der Fir­ma Vo­da­fone im Ge­spräch, die auf dem Was­ser­turm in Ott­manns­ho­fen ei­ne Mo­bil­funk-An­ten­nen­an­la­ge er­rich­ten möch­te. Aus Sor­ge um ei­nen aus­rei­chen­den Ge­sund­heits-, Tier- und Trink­was­ser­schutz ha­ben sich im Vor­feld Ott­manns­ho­fer Bür­ger ge­gen den Stand­ort aus­ge­spro­chen. Da­ge­gen ha­ben sich Bür­ger aus der Ort­schaft Rei­chen­ho­fen im In­ter­es­se ei­ner bes­se­ren Breit­band­ver­sor­gung für den Stand­ort aus­ge­spro­chen.


Die An­ge­le­gen­heit war schon Ge­gen­stand meh­re­rer Be­ra­tun­gen des Ge­mein­de­ra­tes und öf­fent­li­chen In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen. Um ei­ne fach­lich, sach­lich und ob­jek­ti­ve Ent­schei­dungs­grund­la­ge für den Ge­mein­de­rat zu er­hal­ten, hat die Stadt­ver­wal­tung das Um­welt­in­sti­tut Mün­chen e.V. mit der Er­stel­lung ei­nes Im­mis­si­ons­gut­ach­tens be­auf­tragt.
Auf­ga­be des Im­mis­si­ons­gut­ach­tens war es, Stand­ort­al­ter­na­ti­ven zu be­gut­ach­ten, bei de­nen ein gu­ter Funk­ver­sor­gungs­pe­gel zu er­war­ten ist und zu­gleich un­nö­ti­ge Be­las­tung den be­nach­bar­ten Wohn­be­völ­ke­rung zu ver­mei­den.


Das Gut­ach­ten kommt zum Er­geb­nis, dass der Was­ser­turm in Ott­manns­ho­fen als Stand­ort für ei­ne Mo­bil­funk-An­ten­nen­an­la­ge funk­tech­nisch ge­eig­net und im­mis­si­ons­güns­tig ist. Die pro­gnos­ti­zier­te Im­mis­si­ons­be­las­tung die­ses Stand­orts liegt im Be­reich von 2 % des ge­setz­lich zu­läs­si­gen Grenz­wer­tes. Die un­ter­such­ten Stand­ort­al­ter­na­ti­ven wei­sen ent­we­der hö­he­re Im­mis­si­ons­be­las­tun­gen aus oder sind zwar ge­ring­fü­gig im­mis­si­ons­güns­ti­ger, stel­len aber we­gen des hier­für er­for­der­li­chen Mast­neu­baus ei­nen we­sent­li­chen Ein­griff in Na­tur und Land­schaft dar und wä­ren des­we­gen nicht ge­neh­mi­gungs­fä­hig.


Im Rah­men der Un­ter­su­chung wur­den auch die re­le­van­ten Ver­sor­gungs­be­rei­che im nörd­li­chen Ge­mar­kungs­be­reich prä­zi­siert. Da­bei wur­de be­rech­net, dass sich die breit­ban­di­ge LTE-Ver­sor­gung für rund 1.500 Per­so­nen, die im Ein­zugs­be­reich des Stand­or­tes le­ben, ver­bes­sern lie­ße. Die von Vo­da­fone be­an­trag­te Mo­bil­funk-An­ten­nen­an­la­ge wür­de da­mit we­sent­lich zur Um­set­zung der städ­ti­schen Breit­band­stra­te­gie bei­tra­gen.