Wappen von Leutkirch und Wangen

Stadtnachricht

​Diskussion um die beruflichen Schulen im Landkreis:
Leutkirch und Wangen sprechen sich gemeinsam für „K3“ aus


„K3“ sieht für Leutkirch ein Kompetenzzentrum Gewerbe Allgäu mit Metalltechnik, Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik, Bautechnik, einem Technischen Gymnasium mit den Profilen Gestaltungs- und Medientechnik, Informationstechnik und Mechatronik sowie die Einjährigen Berufsfachschulen Metalltechnik und Fahrzeugtechnik, der Übergangssysteme Pädagogische Erprobung und der Zweijährigen Berufsfachschule Elektro- und Metalltechnik, der Meisterschule KFZ sowie der Vorqualifizierung Arbeit/ Beruf und dem Berufseinstiegsjahr vor.

Der Standort Leutkirch würde demnach die Gewerbliche Berufsschule für Metall und KFZ hinzugewinnen, wodurch ein noch stärkere Standort Gewerbe entstünde. Der Leutkircher Standort wird die Ausbildungen im Bereich Hauswirtschaft und die Farbtechnik und Raumgestaltung nach Ravensburg sowie die landwirtschaftliche Ausbildung nach Wangen abgeben. Die Erzieherinnenausbildung sowie die Ausbildungen in der Pflege verbleiben in Leutkirch. Ebenso ist das Sozialwissenschaftliche Gymnasium an der Geschwister-Scholl-Schule weiterhin ein starker Bildungsbereich.

Für den Standort Wangen würde „K3“ den Zugewinn von zwei Bereichen ermöglichen. Künftig würde die Ausbildung für Bankkaufleute zentral am Berufsschulzentrum Wangen wahrgenommen. Dieser Zweig würde dann das geplante neue Kompetenzzentrum Handel und Kaufleute Allgäu stärken, dem darüber hinaus die Ausbildungsgänge zum Kaufmann im Einzelhandel und im Großhandel und zum Industriekaufmann angehören.

Ebenfalls in diesem Bereich befänden sich nach „K3“ das Wirtschaftsgymnasium, das Einjährige Berufskolleg (+FHR), das Zweijährige Berufskolleg (WI), die Zweijährige Berufsfachschule sowie die Vorqualifizierung Arbeit und Beruf (VAB).

Im Bereich Gewerbe sieht „K3“ für Wangen die Holztechnik sowie die Einjährige Berufsfachschule mit den Zweigen Elektrotechnik, Metalltechnik, Holztechnik und Pädagogische Erprobung (Übergangssystem) vor. „Insbesondere zur Gewinnung von genügend Fachkräften in der metallverarbeitenden Industrie und dem Elektrohandwerk ist es wichtig, bestehende Einrichtungen in einem vertretbaren Rahmen weiter zu nutzen“, heißt es in dem gemeinsamen Antrag. „Unter der Annahme, dass in die bestehenden Werkstätten in Wangen für die Ausbildung der Metallberufe sowie die Berufsfachschule Elektrotechnik in den nächsten Jahren keine  großen Investitionen getätigt werden müssen, gilt dies insbesondere für die dort bestehenden Eingangsklassen“, heißt es weiter. Damit könnten damit die am Standort Wangen etablierten Übergangssysteme weitgehend unverändert fortgesetzt werden. So werde besonders jungen und noch unentschlossenen jugendlichen Menschen ein wohnortnaher Einstieg in eine Ausbildung ermöglicht.  Die in „K2“ vorgeschlagene Verlegung der Übergangssysteme Elektro- und Metalltechnik nach Leutkirch würden in der Wangener Raumschaft den Übergang von Schule zu Beruf erschweren.

Sollten die Schülerzahlen gegenüber dem aktuellen Stand noch weiter zurückgehen und eine Aufrechterhaltung der Doppelstrukturen in Leutkirch und Wangen nicht mehr möglich sein, sei es schlüssig, eine Bündelung der Ausbildung am Standort Leutkirch vorzunehmen.

Die Variante „K3“ würde auch beide Züge des Technischen Gymnasiums mit „Technik und Management“ sowie „Umwelttechnik“ in Wangen als starke Schule erhalten, wohingegen nach der Variante „K2“ das Technische Gymnasium in Wangen von zwei Klassen auf eine reduziert würde. Damit wäre jedoch die dauerhafte Existenz dieser Schulart in Wangen gefährdet.
In Wangen bleiben sollen auch das Einjährige Berufskolleg Technik, das Einjährige Berufskolleg Technik FHR und das Übergangssystem pädagogische Erprobung (gewerblich –technisch). Mit „K3“ würde darüber hinaus ein komplettes Zentrum Milch- und Landwirtschaft Allgäu am Wangener Standort entstehen. Es würde junge Menschen auf den Feldern Milchtechnologie und Agrarwissenschaft  ausbilden und wäre gestärkt durch  ein Agrarwissenschaftliches Gymnasium.

Gestrichen sehen möchten die beiden Oberbürgermeister aus dem Allgäu die Ziffer 3 des Beschlussvorschlags der Landkreisverwaltung, nach der die Konzentration der Edith-Stein-Schule in  Ravensburg mit Außenstelle Aulendorf geprüft werden soll. Folge einer solchen Konzentration wäre nach den Vorstellungen des Landkreises der Abzug des Profils Gesundheit aus Leutkirch. OB Henle und OB Lang sehen keine Notwendigkeit einer Konzentration an einem Standort. Sie fordern deshalb über ihren gemeinsamen Beschlussvorschlag die Verwaltung des Landkreises dazu auf, im Rahmen der Bauplanungen zur Modernisierung der Edith-Stein-Schule aufzuzeigen, „ob eine Neuzuordnung dieser Aufgabenbereiche zwischen den Schulstandorten sinnvoll und notwendig ist.“

„Wir freuen uns, dass wir uns auf diese gemeinsame Position im Allgäu verständigen konnten“, sind sich Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle und Oberbürgermeister Michael Lang einig. „Mit der Variante ‚K3‘ würden an den beiden Standorten Leutkirch und Wangen dauerhaft leistungsfähige Systeme entstehen, denn die auch vom Landkreis als Qualitätsmerkmal festgelegte Zweizügigkeit wäre auf lange Sicht gewährleistet.“ Mit ihrer gemeinsamen Stellungnahme und ihrem gemeinsamen Antrag senden sie ein Signal der Einigkeit aus und verbinden damit den Appell an den Kreistag, in seiner Sitzung am Donnerstag, 25. Januar, für den Vorschlag „K3“ zu stimmen.
Redakteur / Urheber
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Gemeinsame Pressemitteilung der Städte Wangen im Allgäu und Leutkirch im Allgäu
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