Stadtnachricht

Stadt Leutkirch gewinnt Klimaschutzpreis für kommunale Holzverwendung in Baden-Württemberg


Leutkirchs Bürgermeisterin Christina Schnitzler (vorn, dritte von rechts) nahm den Preis, von Minister Peter Hauk (vorn, zweiter von rechts) entgegen.

Am vergangenen Freitag, 2. Juni 2017, wurde der Stadt Leutkirch, vertreten durch Bürgermeisterin Christina Schnitzler und Hochbauamtsleiter Martin Waizenegger, der zweite Preis für kommunale Holzverwendung in Baden-Württemberg verliehen. Aufgrund der hohen Qualität der Bewerbungen wurde neben der Stadt Leutkirch auch an die Stadt Wangen der zweite Preis vergeben. Der erste Preis ging an die Gemeinde Frickingen. Insgesamt waren 40 Bewerbungen beim Wettbewerbsbüro eingegangen.

Eine Fachjury mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft, sowie politischen und kommunalen Entscheidern ermittelte die Preisträger. Bei der Prämierung der drei Hauptgewinner zählte insbesondere ein schlüssiges Gesamtkonzept.

Leutkirchs Bürgermeisterin Christina Schnitzler (vorn, dritte von links) nahm den Preis, von Minister Peter Hauk (zweiter von links) entgegen. Der Preis wurde der Stadt Leutkirch im Allgäu von der Jury mit folgender Begründung zugesprochen: „Leutkirch im Allgäu zeigt, dass im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte in Holzbauweise gefördert und realisiert wurden. Dieses Engagement wird in gelungener Architektur, moderner Holzbau- und Sanierungstechnik deutlich. Die Stadt zeigt, dass es nicht nur darum geht mit Holz zu bauen, sondern gut mit Holz zu bauen und die Öffentlichkeit zu Themen der Forst- und Holzwirtschaft am konkreten Beispiel vor Ort zu informieren.“

Als besonders herausragend und mitentscheidend wurden dabei die vorbildliche Holzverwendung bei den Projekten „Sanierung der Sporthalle am Gymnasium“ und dem privaten „Modellprojekt Marienhof“ des Architekturbüro GMS (Erstellung von Häusern in Holzbauweise) gewertet.

Landwirtschafts- und Forstminister Peter Hauk  Minister Peter Hauk ehrte die Gewinner des Kommunalwettbewerbs und bedankte sich bei den Organisatoren des vom Land geförderten Wettbewerbs: „Der Bedarf an dem klimapositiven Material Holz ist groß, die Verwendungsmöglichkeiten werden durch Innovationen immer vielfältiger.“

In den letzten 150 Jahren ist die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre, die für den Klimawandel verantwortlich sind, stark angestiegen. Deutschland hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral zu werden. Welche große Bedeutung Kommunen bei der Erreichung dieser Klimaschutzziele haben und welche wichtige Rolle dabei die vermehrte und verantwortungsvolle Holzverwendung spielt, wurde im Rahmen der Preisverleihung des Kommunalwettbewerbs HolzProKlima in Baden-Württemberg 2016/2017 deutlich.

Es wurden daher Städte, Gemeinden und Landkreise ausgezeichnet, die die bewusste politische Entscheidung getroffen haben, durch die vermehrte Verwendung der nachwachsenden Ressource Holz einen Beitrag zum Klimaschutz in ihrer Region zu leisten. „In Deutschland entlasten der Wald, seine nachhaltige Bewirtschaftung und die Verwendung von Holzprodukten die Atmosphäre jährlich um 126 Millionen Tonnen CO2, das sind 14 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen“, erklärte Lars Schmidt, Vertreter der Initiative HolzProKlima.
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Stadt Leutkirch
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