Historisches Rathaus Leutkirch

Stadtnachricht

Wohnraum für Flüchtlinge: Gemeinderat stimmt Strategie zu


Aktuell befinden sich 454 Flüchtlinge in Leutkirch, davon 144 in der vorläufigen Unterbringung, 110 in der Anschlussunterbringung und 200 im Notquartier Sporthalle der Sophie-Scholl-Schule.

Unter Berücksichtigung des Nachzugspotenzials kann sich die Bevölkerungszahl in Leutkirch bis zum Jahr 2020 um etwa 1500 bis über 2000 Personen erhöhen.

Gemeinderat hat umfassender Strategie zugestimmt

Zur nachhaltigen Deckung des stark angestiegenen und weiter wachsenden Bedarfs an Unterbringungsmöglichkeiten und Wohnraum hat der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung am 25.01.2016 einer umfassenden Strategie zugestimmt:

Sowohl für die vorläufige, als auch für die Anschlussunterbringung gilt der der Grundsatz, dass die Nutzung von Bestandsimmobilien und deren Aktivierung oder Ertüchtigung dem Neubau von Immobilien vorangeht. Je mehr bestehende Wohnungen und Gebäude zur Verfügung gestellt werden können, umso weniger muss gebaut werden. Es ist nach den vorliegenden Prognosen dennoch davon auszugehen, dass auf Neubauten nicht verzichtet werden kann. Diese sollen aber dann so errichtet werden, dass sie für einen nachhaltigen Nutzungszweck mit einer langfristigen Nutzungsdauer geeignet sind. Die räumliche Verteilung der Unterbringungen soll bedarfsgerecht und ausgewogen erfolgen. Notunterbringungen und die vorläufige Unterbringung sollen vorzugsweise in der Kernstadt erfolgen. In der Anschlussunterbringung sollen die Flüchtlinge in Orientierung an einen einwohnerbezogenen Schlüssel auf alle Stadtteile verteilt werden. Bei der Schaffung von zusätzlichem Wohnraum wird neben den Flüchtlingen auch der Wohnungsbedarf einkommensschwacher Personen und Haushaltsgemeinschaften mit einbezogen.

Neben der Unterbringung stehen weitere Themen und Aufgaben, wie zum Beispiel Personalfragen, Flüchtlingssozialarbeit, Kinderbetreuung, Schulbildung und vieles mehr im Fokus der Integration von Flüchtlingen.

Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle und Bürgermeister Martin Bendel haben die Tätigkeiten des Arbeitskreises Asyl und vieler anderer ehrenamtlich tätigen gewürdigt. „Ohne Ihren unermüdlichen Einsatz könnten wir das Problem nicht bewältigen“ so Henle.

Der Gemeinderat hat einstimmig die Verwaltung beauftragt, die Aktivierung, Vermittlung und Anmietung privater Bestandsimmobilien weiter zu verfolgen, die Instandsetzung und Belegung weiterer städtischer Wohnungen und Gebäude durchzuführen und städtische und private Neubauprojekte zur Deckung des verbleibenden Wohnungsbedarfs weiter zu verfolgen und dem Gemeinderat rechtzeitig zu berichten.
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