Künstlerinnen und Künstler im Überblick

Die zwölf Bildhauerinnen und Bildhauer, die mit ihren Kunstwerken den Skulpturenweg möglich machen, stellen wir Ihnen hier vor:

Barbara Wolfart

Barbara Wolfart - Portrait Barbara Wolfart lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Deutschland und Italien. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind neben der Malerei auch die Collage, das Objekt und die Installation. Seit 30 Jahren macht sie Ausstellungen in Deutschland, der Schweiz und Italien. Im Laufe der Jahre erhielt sie zwei Kunstpreise. Sie projektierte und kuratierte außerdem verschiedene Themenausstellungen mit zahlreichen Kollegen aus der Bildenden Kunst.

www.good-wolf-art.de/barbara-wolfart

Andreas Kuhnlein

Andreas Kuhnlein - Portrait Andreas Kuhnlein betrachtet den Baum als wesenhafte Erscheinung und Synonym für den Menschen. Hölzern von toten und entwurzelten Bäumen entlockt er ein Menschenbild, das geprägt ist von Verletzlichkeit und Vergänglichkeit. "Ein Baum mit seinen Jahresringen trägt die verflossene Zeit ebenso in sich, wie ein menschliches Antlitz", weiß Kuhnlein. Ein Schicksal dem auch würdevolle Personen, wie Könige und Päpste (Stellvertreter) nicht entrinnen können. Macht und Vergänglichkeit sind die Komponenten, mit denen diese sich auseinandersetzen müssen.

Der in Unterwössen geborene Künstler Andreas Kuhnlein war mit seinen Werken schon in mehr als 120 Ausstellungen vertreten und hatte über 180 Einzelausstellungen. Dabei waren diese in 16 Ländern zu sehen. Eine künstlerische Begleitung von Europarat- und Landesausstellungen wurde ihm ebenfalls zuteil. Zahlreiche seiner Skulpturen befinden sich im öffentlichen Raum, unter anderem im Bayerischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Berliner Stadtmuseum, der Dresdener Kathedrale, dem Skulpturenmuseum Den Haag, dem Kulturpark Teachong Lake in Südkorea, am Flughafen München, dem Musee de la Civilisation in Quebec sowie im Bendlerblock in Berlin. "Es sind Menschenbilder, die uns fragen lassen: Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin?", so Kuhnlein. 2005 wurde Kuhnlein eine Professur an der Kunstakademie Luoyang in China zuteil. 2009 war er Kulturpreisträger des Bezirks Oberbayern und 2010 erhielt er als erster Künstler den Ellinor Holland Kunstpreis.

www.kuhnlein-bildhauer.de

Klaus Prior

Klaus Prior - Portrait Der freischaffende Künstler Klaus Prior aus Lugano im Kanton Tessin in der Schweiz hatte schon zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in den verschiedensten europäischen Ländern. Geboren wurde Klaus Prior 1945 in Wesel am Niederrhein. Nach längeren Aufenthalten in der Schweiz siedelte er 1966 definitiv um. 1989 erwarb er dann die Schweizer Staatsbürgerschaft. Sein Berufsweg startete an der Kunstgewerbeschule St. Gallen als er Malerei studierte.

Klaus Prior setzt sich mit der Holzbildhauerei, dem Eisenguss und der Malerei auseinander. Er arbeitet als Bildhauer mit der Kettensäge. Mit kantigen und harten Schnittansätzen gestaltet er spontan und expressiv, ohne Vorlagen. Er fräst Keile, Splitter und Teilklötze aus dem Stamm oder aus rohen Holzblöcken und seziert deformierte Figuren, deren Körper von der Säge geschunden, durchfurcht und gezeichnet sind. Im Mittelpunkt stehen der Mensch und seine Existenz. Vom Leben gezeichnet halten uns Klaus Priors Skulpturen ihre Furchen, Deformationen und ihre Verletzlichkeit entgegen. Ihre gezackte sperrige Erscheinung übt eine große Kraft aus, welche Prior noch durch überwiegend monochrome Bemalung steigert. Die Gestalten sind in dramatischen Bewegungsabläufen erstarrt, drücken sich in kargen Gesten aus. Sie sprechen von ihren Gefühlen, aber auch von ihrer Standhaftigkeit.

www.klausprior.net

Hans Thomann

Hans Thomann - Portrait Dem Menschen gilt Hans Thomanns Interesse. Er analysiert und hinterfragt das aktuell vorherrschende Menschenbild an Hand von Puppen, Dummys oder Piktogrammen. Alles Zeitzeugen, die den Zeitgeist spiegeln. Proportion, Frisur und Physiognomie verändern sich entsprechend dem vorherrschenden Menschenbild. Dem Idealbild der jeweiligen Epoche. Die vorgefundenen Figuren bilden die Grundlage, sind Modelle seiner Skulpturen und Objekte. Dabei nehmen verschiedene Materialien wie hochwertige Designerstoffe, Stickereien oder Metall die Form der Modelle an. Die so entstandenen Skulpturen sind transparent und ermöglichen den Ein- und Durchblick. Mit dem Wissen, woher das verwendete Bildmaterial stammt, bekommen seine Arbeiten Tiefe und Bedeutung, die zum Nachdenken anregt.

1957 wurde Hans Thomann in Uzwil geboren. Er studierte an der Kunstgewerbeschule St. Gallen.  Dort lebt und arbeitet er auch. 1981 absolvierte er die Meisterklasse bei Mario Merz in Salzburg. Im Laufe der Jahre erhielt er einige Auszeichnungen und Preise für seine Arbeit.

www.hansthomann.com

Agnes Keil

Agnes Keil - Portrait Agnes Keil zeigt in Leutkirch vier Skulpturen aus zwei unterschiedlichen Arbeitsreihen. „Eines Morgens im Paradies“ und das monumentale Werk „Komm“ sind aus der Stahlskulpturenreihe „das 12-teilige Körperalphabet – Variationen zu Adam und Eva“ – ein Skulpturenuniversum das in mannigfaltigen Variationen in den Raum eingreift, sich bewegt, über sich hinaus wächst. Die Bronzeskulpturen „ohne Worte“ und „Liegende“ sind Abgüsse von überlebensgroßen Holzstämmen, die Agnes Keil mit der Kettensäge bearbeitet. Die Werke der Bildhauerin sind immer von den Themen "Raum" und "Bewegung" geprägt. Dabei hat sie, gegründet in der klassischen Bildhauerei, eine ganz eigene moderne Formensprache entwickelt.

Agnes Keil wurde 1970 geboren. Seit 1992 arbeitet sie als freiberufliche Künstlerin in den Bereichen Bildhauerei, Kunst am Bau, Grafik, Tanz und Theater. Dafür wurde sie schon mehrfach ausgezeichnet, wie zum Bespiel mit dem Münchner Designpreis für die Arbeitsreihe Möbelskulpturen oder dem Kulturpreis der Stadt Memmingen. Seit 2012 besitzt Agnes Keil ein Atelierhaus mit Ausstellungsräumen und Freigelände in Engerazhofen bei Leutkirch. Dafür erhielt sie eine Atelierförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. 2007 erhielt sie zusätzlich eine Katalogförderung der LfA Förderbank Bayern.

www.agneskeil.de

Birgit Feil

Birgit Feil - Portrait Birgit Feil tastet die uns alltäglich umgebenden Menschen mit Kennerblick ab und präsentiert uns ihre künstlerischen Verarbeitungen als Doppelgänger. Die Menschen werden aus der realen Situation herausgelöst, müssen nicht mehr einkaufen und warten, sondern dürfen sich selbst, ihren Charakter, ihre Einzigartigkeit, ihre Würde, ihre innere und äußere Schönheit präsentieren. Der Betrachter wird von deren eigentümlichen Präsenz im Hier und Jetzt, verträumt und introvertiert, sogleich gefangen genommen. Birgit Feil arbeitet mit Beton und Kunststoff, der sichtbar bleibt und nur mit einer dünnen Farbschicht bedeckt wird.

Geboren wurde Birgit Feil in Stuttgart, heute lebt sie in Leonberg-Warmbronn und arbeitet in Stuttgart-Vaihingen. Zuerst besuchte sie die freie Kunstschule Stuttgart, danach studierte sie an der Hochschule der Künste in Berlin. Dort absolvierte sie auch ihren Meisterschülerabschluss. Seit 1995 arbeitet sie als freischaffende Bildhauerin und bietet auch Kurse an.

www.birgitfeil.de

Daniel Wagenblast

Daniel Wagenblast - Portrait Daniel Wagenblast ist ein Meister im Umgang mit dem Holz. Seine Figuren sind eher prototypisch und die männlichen Figuren sind an der Figur des Künstlers orientiert. Keine Porträts sehen wir, vielmehr Menschen wie Du und ich. Die bewusst belassene Rauheit der Oberfläche nimmt viel von einem illusionistischen Eindruck weg – es ist eben die Wirklichkeit des Künstlers, die uns in den Arbeiten begegnet, die im Abstand zu der von uns wahrgenommenen Wirklichkeit sogleich zur Wahrheit wird. Wagenblasts Arbeiten zeichnen sich durch eine sehr eigene Ästhetik aus. Sie sind wunderbar farbig gefasst und unverwechselbar, kennzeichnet sie doch ein schöner Hang zur Monumentalität und auch zu einer in sich ruhenden Selbstsicherheit. 
 
Daniel Wagenblast wurde 1963 in Schwäbisch Gmünd geboren. 1984 begann er ein Studium an der Staatlichen Akademie der Künste in Stuttgart. Seit 1990 besitzt er ein Atelier in Stuttgart. 2000 folgte er einer Einladung
als twin-town-Bildhauer nach Barnsley in England. 2015 hatte Daniel Wagenblast einen Arbeitsaufenthalt im "Zeppelinhaus" in Berlin.

www.daniel-wagenblast.de

Pit Kinzer

Pit Kinzer - Portrait Bei Pit Kinzers Figuren handelt es sich um Fotoarbeiten (makrofotografierte Modelleisenbahnfiguren, im Original ca. 2 cm). Diese sind einseitig gedruckt auf Mesh-Gewebe. Durch die Verspannung mit unterschiedlich langen Nylonschnüren flattern die Figuren auch im Wind, was einen lebendigen Effekt ergibt. „Das turbulente Auf und Ab des Lebens, mal ist man der Überflieger, mal stürzt man ab, mal hängt man gerade noch. Die Installationen sind Teil des breit angelegten Projektes „Gerngroß Models“. In den „Gerngroß Models XXL“ werden die winzigen Objekte überlebensgroß, fast monumental und verwandeln sich zu Skulpturen. Gestik und Körpersprache werden deutlicher, und die Oberfläche mit produktionsbedingten Graten und Gussnähten bekommt durch die Makroaufnahme überhaupt erst eine Bedeutung", so Dr. Gudrun Szczepanek.

Der studierte Architekt Pit Kinzer wurde 1951 in Ottobeuren im Unterallgäu geboren. Seit 1978 arbeitet er als freischaffender Künstler. Seine Werke wurden bereits in über 150 Einzelausstellungen und über 500 Ausstellungsbeteiligungen in Europa, Asien und Amerika ausgestellt. Zahlreiche Auszeichnungen und öffentliche Ankäufe erhielt er im Laufe der Jahre. Pit Kinzer lebt in Markt Rettenbach im Unterallgäu.

www.pitkinzer.de

Anette Mürdter

Anette Mürdter - Portrait Den phantasievollen Skulpturen von Anette Mürdter wohnt eine besondere Beseeltheit inne, die sich an der Haltung, der Stellung, der oft überlangen Extremitäten und Gesichtsmimik ablesen lässt. Hinzu kommt das Spiel mit den veränderten Proportionen. Unter Einbeziehung formaler Gesichtspunkte begibt sich Anette Mürdter auf die Suche nach spannungsvollen Schnittstellen zwischen Mensch und Tier, zwischen Ernsthaftigkeit und Humor, zwischen extremer Gestaltung und natürlicher Darstellung.

Die 1965 in Stuttgart geborene Künstlerin studierte Bildhauerei und Keramik. Zuerst an der freien Kunstschule Nürtingen, wo sie die Fachklasse "freie Keramik" besuchte, danach an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Seit 1994 ist Anette Mürdter freischaffend. Sie ist Mitglied im Verband Bildender Künstler und Künstlerinnen Württemberg (VBKW) und im Bund der freischaffenden Bildhauer (BfB).

www.anette-muerdter.de

Christofer Kochs

EChristofer Kochs - Portrait in menschliches Wesen schält sich aus einem Baumstamm, gewinnt seine Gestalt durch ein prismatisch gebrochenes Sehen. Organisch pflanzliche Formen fügen sich zur entstehenden Gestalt und Durchbrüche erweitern die materiale Form. Ein abstrahiertes Raumgebilde entsteht, das gewissermaßen fragmentarisch wirkt, aber durch die geschlossene Form und auch durch die Farbgebung verbunden wird. Ein leuchtendes Gelb, geradezu eine Signalfarbe, lenkt den Blick auch bei noch so unruhiger städtischer Umgebung auf das Objekt und setzt der dinglichen Welt einen leuchtenden organischen Akzent gegenüber.

1969 wurde Christofer Kochs in Osnabrück geboren. Als Assistent in der Lithografiewerkstatt von Jan Prein in Augsburg sammelte er schon früh Erfahrung. An der Akademie der Bildenden Künste in München studierte er, wo er auch 1996 als Meisterschüler die studentische Assistenz in der Lithografiewerkstatt der Akademie bei Professor Karl Imhof annahm. Als Lehrbeauftragter war er schon an der Fachhochschule Augsburg, der Universität Dortmund und der Alanus Hochschule Bonn zu hören.

www.christofer-kochs.com

Wolfgang Thiel

Wolfgang Thiel - Portrait Wolfgang Thiel ist einer jener wichtigen figurativen Vertreter Süddeutschlands, der die süddeutsche Tradition farbig gefasster Skulptur in unsere Gegenwart zu übersetzen versteht. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die weibliche Figur, die in der Proportion verzerrt und reduziert wiedergegeben wird. Die farbige Bearbeitung, gelb als Grundton mit grünen Farbtupfern, lässt Bekleidung und Körperformen verschmelzen, verleiht der statuenhaften, fast monumental wirkenden Gestalt etwas Verspieltes. Wesentlich in seinen vielseitigen Arbeiten ist immer der Aspekt des Spielerischen, der sich in allen seinen Werkgruppen deutlich macht, bei welchen er mit den unterschiedlichen Materialvorgaben immer den figurativen Gehalt herausschält.
 
In Zweibrücken geboren und am Bodensee aufgewachsen, absolvierte Wolfgang Thiel ein Studium an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Als freischaffender Künstler hat er viele Lehraufträge.
1985 erhielt er den Sonderkoje des württembergischen Kunstverein Stuttgart und 1990 einen Kunstpreis der Stadt Stuttgart.

www.atelier-thiel.de

Erwin Roth

Erwin Roth - Portrait Die Skulpturen von Erwin Roth im öffentlichen Raum spielen mit der Oberfläche, den verschiedenen Elementen und den Niveauunterschieden, dem Bauvolumen und dem Raum und ziehen ihren Nutzen aus dem Bezug zum historischen Ort und dem Verhältnis zur Architektur. Mit den architektonischen Desintegrationen manövriert er die Form und ihre Ausgestaltung in Übereinstimmung mit der Architektur. Seine Skulpturen stellt er nicht einfach irgendwo hin, es spielen Höhen, Proportion und Abstände für die dadurch bestimmte Wahrnehmungen eine entscheidende Rolle. Und dass die Teile eines Ganzen in einem Umfeld aufeinander bezogen sind. Es trägt alles dazu bei, in sich selbst Erfahrungen zu machen.

1953 wurde Erwin Roth in Leutkirch im Allgäu geboren. Nach seiner Ausbildung als Restaurator und Kirchenmaler gründete er 1988 sein Atelier in Ausnang bei Leutkirch. Erwin Roth ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler, im Kunstverein der Diözese Rottenburg/Stuttgart, sowie Mitglied im Verband Bildender Künstler in Württemberg. In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen waren seine Werke schon vertreten.

Skulpturenweg