Gedenkstätte "Die Freien auf der Leutkircher Heide"

Gedenkstätte
Reichenhofen
Leutkirch im Allgäu

Über 1000 Jahre - von etwa 800 bis 1800 - kann man die Geschichte von freien Bauern auf der Leutkircher Heide verfolgen. Bereits seit fränkischer Zeit gab es um Leutkirch eine erhebliche Zahl freier, bäuerlicher Grundbesitzer, die nicht einem lokalen Herrn, sondern dem König verpflichtet waren. Vermutlich im 13. Jahrhundert kam es zum genossenschaftlichen Zusammenschluss.

Die "Freien auf Leutkircher Heide", wie der Verband fortan genannt wurde, erwarben im späten Mittelalter mehrere kaiserliche Privilegien, die so genannten Freiheiten der Leutkircher Freien.

Die Gedenkstätte für die "Freien auf Leutkircher Heide" will, 200 Jahre nach ihrem Ende, an ihre Geschichte und ihren republikanischen Geist erinnern. Sie zeigt, in unmittelbarer Nachbarschaft zur "Laustanne", Gedenksteine in symbolischer Form eines Gerichtsplatzes. Die sieben umgebenden Bäume wurden 1993 anlässlich des Stadtjubiläums "700 Jahre Reichsstadt - 1200 Jahre Leutekirche" von den Nachbarstädten und -gemeinden der Stadt Leutkirch im Allgäu gewidmet.

Die Gedenkstätte wurde aus dem Erbe von Josef Siedler, Mitglied des Landtages und Ehrenbürger der Stadt Leutkirch im Allgäu finanziert, von der Heimatpflege Leutkirch e. V. errichtet und am 28. September 2007 feierlich eingeweiht.

Die Gedenkstätte liegt an der Wurzacher Straße (B 465), am Radweg von Leutkirch nach Reichenhofen