Mund-Nasen-Bedeckungen

Ab 27. April gilt in Baden-Württemberg eine "Maskenpflicht". Damit ist ausdrücklich kein medizinischer Mundschutz gemeint, es genügt auch ein Schal, Tuch oder eine selbst gemachte oder gekaufte Stoffmaske.

​​Fragen und Antworten zur Maskenpflicht

Das Land Baden-Württemberg hat die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt:

Woher bekommt man eine Gesichtsmaske / 
Mund-Nasen-Bedeckung?

Apotheken, Schneidereien, Unternehmen im Bereich Arbeitsschutz und viele private Initiativen bieten derzeit in Leutkirch Gesichtsmasken / Mund-Nasen-Bedeckungen in unterschiedlicher Form an.

Auch können Masken recht einfach selbst hergestellt werden. Es gibt dazu zahlreiche Anleitungen im Internet. Auch das Land Baden Württemberg gibt Hinweise zu einfachen Masken:

Informationen und Nähanleitungen

  • Wir nähen für Leutkirch! Nähgruppe sucht Unterstützung. 
    Unter dem Motto "Wir nähen für Leutkirch" hat die Nähgruppe von Ma-Gi-Ta
    Kinderhilfe e.V. bisher einige hundert Atemmasken genäht. Weitere Helfer, Mit-Näherinnen und -näher werden jetzt zur Unterstützung gesucht. 
    Mehr Informationen

Informationen des Robert-Koch-Instituts zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen

Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zum Schutz vor SARS-CoV-2 sinnvoll?

Um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 zu schützen, sind Selbstisolierung bei Erkrankung, eine gute Händehygiene, Einhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen.

Mehrlagiger medizinischer (chirurgischer) Mund-Nasen-Schutz (MNS) und medizinische Atemschutzmasken, z.B. FFP-Masken, müssen medizinischem und pflegerischem Personal vorbehalten bleiben. Der Schutz des Fachpersonals ist von gesamtgesellschaftlich großem Interesse.

Für die Bevölkerung empfiehlt das RKI das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (textile Barriere im Sinne eines MNS) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum. Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung kann ein zusätzlicher Baustein sein, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren – allerdings nur, wenn weiterhin Abstand (mind. 1,5 Meter) von anderen Personen, Husten- und Niesregeln und eine gute Händehygiene eingehalten werden.

Menschen, die an einer akuten Atemwegserkrankung leiden, sollen unbedingt zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen meiden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch zunehmend, dass Menschen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, das Virus schon ein bis drei Tage ausscheiden können, bevor sie selbst Symptome entwickeln. Durch eine Mund-Nasen-Bedeckung können infektiöse Tröpfchen, die man beispielsweise beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Eine solche Schutzwirkung ist bisher nicht wissenschaftlich belegt, sie erscheint aber plausibel. Hingegen gibt es für einen Eigenschutz keine Hinweise.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Leben kann dazu beitragen, die Ausbreitung von COVID-19 in der Bevölkerung zu verlangsamen und Risikogruppen vor Infektionen zu schützen. Das gilt insbesondere für Situationen, in denen mehrere Menschen in geschlossenem Räumen zusammentreffen und sich dort länger aufhalten (z.B. Arbeitsplatz) oder der Abstand von mindestens 1,5 m zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann (z.B. in Geschäften, in öffentlichen Verkehrsmitteln).

Voraussetzung dafür ist, dass genügend Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und richtig mit der Mund-Nasen-Bedeckung umgehen: die Bedeckung muss durchgehend eng anliegend über Mund und Nase getragen und bei Durchfeuchtung gewechselt werden; sie darf während des Tragens nicht (auch nicht unbewusst) zurechtgezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden. Hinweise zur Handhabung und Pflege von Mund-Nasen-Bedeckungen gibt auch das BfArM

Siehe auch "Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum als weitere Komponente zur Reduktion der Übertragungen von COVID-19“, Epid Bull 19/2020