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Allgäu

Klimabündnis Allgäu

Mit dem vom „Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!)“ in Kempten gegründeten und betreuten “Klimabündnis Allgäu“ (www.klimabuendnis-allgaeu.de/) wird das Allgäu zum Vorreiter beim Klimaschutz. Höchste Priorität im Klimabündnis Allgäu hat stets die Reduktion der eigenen Emissionen. Gerade bei Mitbetrachtung der Vorketten-Emissionen wird die Verminderung ab einem gewissen Wert aber an ihre Grenzen stoßen. Solange also gehandelt und gewirtschaftet wird, werden zumindest (Rest-)Emissionen entstehen. Um unvermeidbare Restemissionen zu senken und auszugleichen, werden regionale Projekte über den Klimafonds Allgäu unterstützt, wird in eigene Klimaschutzprojekte investiert oder auch freiwillig Klimaschutzprojekte im Globalen Süden gefördert.

Je weniger Emissionen entstehen, desto besser für Klima, Region und Ihr Unternehmen. Deshalb bietet das Bündnis klimaneutrales Allgäu seit Januar 2025 allen Bündnispartnern die Möglichkeit, anstelle der internationalen Kompensation einen internen CO₂-Preis zu nutzen: Für alle unvermeidbaren Emissionen – oder für jene, die über dem gemeinsam festgelegten Absenkpfad liegen – investieren Partner 45 € pro Tonne CO₂eq direkt in eigene Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen. So wird vermeidbarer Ausstoß nicht kompensiert, sondern aktiv reduziert. Der Vorteil: Jede investierte Tonne CO₂eq stärkt die eigene Klimastrategie, reduziert langfristig Kosten und schafft sichtbare Fortschritte im Unternehmen, Verein oder in der Kommune.

Aktuell sind schon 113 Bündnispartner dem Netzwerk beigetreten. Die Partner kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Besonders gut vertreten sind der Dienstleistungssektor, das produzierenden Gewerbe, die Hotellerie und Gastronomie und das Handwerk. Aber auch mehrere Stadt- und Gemeindeverwaltungen, sowie Landratsämter sind bereits dem Bündnis beigetreten und kommen damit insbesondere ihrer Vorbildfunktion für die Bürger und ortsansässigen Unternehmen nach. Am 21.02.2022 hat der Leutkircher Gemeinderat den Beitritt der gesamten Stadtverwaltung Leutkirch mit städtischem Bauhof, Kläranlage, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zum „Klimabündnis Allgäu“beschlossen.

Als Basisjahr wurde eine „Eröffnungsbilanz“ für die CO2-Emissionen der Leutkircher Stadtverwaltung mit allen Einrichtungen und den Eigenbetrieben für das Jahr 2021 erstellt. Die Treibhausgasemissionen lagen für die gesamte Stadtverwaltung mit allen Einrichtungen und Eigenbetrieben in 2021 bei 2.643 t. Bis zur Klimaneutralität im Jahr 2030 müssen damit pro Jahr linear die Treibhausgasemissionen um 330 t verringert werden. In 2022 konnten die Treibhausgasemissionen immerhin um knapp 134 t reduziert werden. Das entspricht einer Verringerung um 5%.

Die weitere Entwicklung der Treibhausgasbilanz der Leutkircher Stadtverwaltung:

Details befinden sich in den jährlichen Treibhausgasbilanzen.

In den nächsten Jahren werden große Anstrengungen notwendig, um die Treibhausgasemissionen weiter zu reduzieren. Dies betrifft vor allem den Wärmesektor. Durch den Ausbau der Fernwärmeversorgung mit Anschluss kommunaler Gebäude können in den nächsten Jahren große Mengen an Erdgas ersetzt werden. Ein Augenmerk wird aber auch auf den Austausch der immer noch zahlreich vorhandenen Ölheizungen in kommunalen Liegenschaften in den Ortschaften liegen müssen. Weitere Einsparungen können beispielsweise erreicht werden über den Bau weiterer PV-Anlagen auf Dachflächen und einer damit verbundenen Eigenstromnutzung.

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