Adelegg erleben - Radfahren

Die Adelegg bietet vielfältige Möglichkeiten für Radfahrer. Von gemütlichen Radausflügen bis zu anspruchsvollen Bike-Touren. Von ruhigen, breiten Nebenstraßen für die Rennradler, bis zu steilen Schotterpisten für Mountainbiker. Von dunklen Schluchten und Tobeln bis zu offenen Alpweiden und weitem Panorama. Hier kann jeder seinen Freiraum finden.

Einige der schönsten Varianten, wie sie auch in unserer Adelegg Rad- und Wanderkarte zu finden sind, möchten wir Ihnen hier vorstellen.
Zu den einzelnen Touren können hier für Experten auch die GPX-Dateien heruntergeladen werden.

Drei der schönsten Radtouren in der Adelegg vorgestellt

Karte Radtour A der Adelegg Karte

Eine Tour voller Abwechslungen: Vom Stadtweiher in Leutkirch über Wälder, Wiesen und erste Anstiege, die Adelegg immer im Blick und nahe am Center Parcs. Wer von dort startet, trifft die Route in Frauenzell. Gleich danach die Abzweigung in Richtung Gschnaidt (aufpassen!).

Jetzt geht es los mit der Herausforderung auf dieser so vielseitigen Rad-Runde. Hoch ins bayerische „Gschnaidt“, Zeit für ein Stoßgebet am Wallfahrtsort oder für ein frisches Bier. Weiter auf den Forstwegen quer durch den Hohentanner Wald und immer auf der Höhe. Dann aber hinab nach Unterkürnach und von dort im Mischwald wieder hoch zur Kreuzleshöhe auf 1115 Metern. An diesem Aussichtspunkt steigen auch Mountainbiker gerne ab und genießen den Blick über das Kreuzbachtal, auch Haus Tanne unten in Eisenbach ist zu erkennen, bei Föhn erkennen wir in der Ferne sogar den Säntis. Über den Höhenrücken des Kreuzbergs, dann im Wald rechts ab nach Blockwiesen – ein purer Genuss, die Bremse immer im Griff. Im Tal weiter bis Schmidsfelden, direkt davor links ab und über die Emerlander Mühle nach Winterstetten. Kurze Steigung den Berg hoch Richtung Frauenzell, dort schließt sich der Kreis.

Tipp: Gemütlicher ist die Route über Winterstetten und Hinznang am Center Parcs vorbei nach Leutkirch.
Karte Radtour B der Adelegg Karte

Die Adelegg ist ein Paradies für Mountainbiker. Auf zahllosen Forststraßen und Waldwegen geht es oft brutal bergauf bergab, gute Kondition ist hier gefragt.

Wer sich geruhsam einradeln will, startet am Eschacher Weiher, die Bergfüchse aber standesgemäß im Kreuzthal. Da fällt das Aufwärmen knapp aus, wenn wir am Skilift Gohrersberg abbiegen und die geteerte Bergstraße als Startrampe nützen. An der Bergstation freuen wir uns nur kurz, denn gleich folgt der nächste „Stich“ bis zum Eibenkreuz. Kurze Erholung, dann das nächste Spiel und so noch zweimal bis zur Kreuzleshöhe – der Höhepunkt schlechthin für die meisten Touren. Wer abgehängt worden ist, findet hier wieder Anschluss. Vorbei an der Kapelle bleiben wir jetzt auf dem Höhenweg und immer im schattigen Wald, passieren die Schwedenschanze, bis wir am Eschacher Weiher wieder ins Freie geraten und den Blick über die Einödhöfe von Eschach auf die Alpen genießen. Schon schluckt uns der Wald aufs Neue, der herrliche Höhenweg hinüber zur Alpe Wenger Egg ist die vielleicht schönste Etappe – und die Einkehr auf der Alpe ein Muss und Genuss. Nochmals hoch Richtung Schwarzer Grat, dann aber rechts ab auf die Bergwiesen der Rothen Flue mit ihren tausend Kräutern. Wenn die Rinder hier weiden, muss auch mal ein Zaun geöffnet und wieder gut geschlossen (!) werden. Die Abfahrt hinunter ins Eschachtal dreht einige Schleifen, so nehmen wir ordentlich Fahrt auf. Unten am „Batschen“ erreichen wir dann wieder die Zivilisation, wenn auch am einstigen „Ende der Welt“. Unser Abschluss ist dagegen der reine Genuss: Die Straße hier ist wenig befahren, am Wochenende beherrschen die Radfahrer die Szene, sanft bergab erreichen wir mühelos Kreuzthal. Gönnen uns ein Bad im alten Schwimmbad oder ein Bier in der Dorfwirtschaft. Wer am Eschacher Weiher bereits seine Grenzen erreicht hat, kann von hier aus auf der Straße durch das Eschachtal abkürzen.

Tipp: Ein beliebtes Ziel für Mountainbiker ist inzwischen der Panorama Bike-Park bei den Schwärzenliften Eschach.
Karte Radtour C der Adelegg Karte

Die Wanderer und die Mountainbiker kommen in der Adelegg immer auf ihre Kosten. Aber der Bergrücken zwischen Kempten, Isny und Leutkirch zieht auch die sportlichen Radfahrer aus dieser Region wie ein Magnet an. So fahren die Bayern gerne über das Kürnachtal ins Kreuzthal und über das Eschachtal hoch zum Eschacher Weiher, dann bergab heimwärts. Die Württemberger aus Isny und Leutkirch kommen über Winterstetten ins Kreuzthal und fahren über Eschach, Buchenberg und Wengen zurück nach Isny. Oder über das Kürnachtal und Friesenhofen. Die Straßen im Kreuzthal sind nicht sehr vom Autoverkehr belastet – ein Genuss auch und gerade mit dem Rennrad.

Hier aber ein Tipp für eine ungewöhnliche Tour: Die große Schleife führt praktisch rund um das Bergmassiv, der Einstieg ist fast überall möglich, zum Beispiel in Buchenberg, dann fällt das Warmfahren leicht. Die Route bleibt weithin auf Radwegen und Nebenstraßen, vor allem im südlichen und östlichen Teil der Adelegg öffnet sich immer wieder ein herrlicher Blick in die Allgäuer Alpen. Natürlich bleiben einige Steigungen in dieser voralpinen Landschaft nicht aus, doch fallen sie halbwegs zahm aus, allzu viele Höhenmeter sammeln wir daher nicht. So wird die große Schleife zur idealen Tagestour. Die gepunktete Alternativroute bleibt auf Teerstraßen – ideal für Rennradler.
 
Tipp für alle Biker: Auch wenn so mancher Purist immer noch die Nase rümpft, so haben die E-Bikes die Szene längst erobert. Mit dem E-Bike kommen auch Senioren und weniger sportliche Menschen auf die Berge, so wird das Radfahren auch für sie zum Genuss.