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Seit über einem Jahrzehnt ringen Stadt und Denkmalschutzamt um die Substanzsicherung und Wiederbelebung des kunsthistorisch bedeutenden Komplexes. In einem ersten Schritt wurden allein zur statischen Sicherung des Gotischen Hauses wurden rund eine Million Mark investiert. Ein Gang durch die Räume des burgähnlich gemauerten, in den Obergeschoßen aufwändig aus Holz errichteten Gebäudes zeigt einzigartige Details.
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Statische Sicherung
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Mit feinem Gespür für historisch Bedeutsames haben sich die beteiligten Zimmerleute daran gemacht, die Besonderheiten des Gotischen Hauses substanzerhaltend zu sanieren. Holzbauteile wie Gebälk, Sparrenlage, Pfetten, Sohlhölzer, Wandschwellen, Unterzüge und Fachwerkhölzer waren oft in sehr schlechtem Zustand. Deshalb mussten Hölzer, die zum Teil verrottet, nicht mehr tragfähig oder optisch unansehnlich waren, ersetzt werden. Meist geschah dies mit Hilfe von neuem, sägerauhem Nadelholz. Holzbauteile, wie Kopf- oder Fußbänder, Konsolen oder Bundpfosten, die eine hohe Tragfestigkeit haben mussten und aus Eichenholz waren, wurden auch mit diesem ersetzt und saniert.
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Erhaltung alter Bausubstanz

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Um möglichst viel alte Bausubstanz zu erhalten, wurden an Holzbauteilen oft nur schadhafte Stellen saniert. Das bedeutet, nur die verrotteten Stellen wurden durch Flicken oder Hölzer durch Überblattungen mit neuem Bauholz ergänzt. Nur in ganz schweren Fällen wurden Holzbauteile komplett mit Neuholz oder Altholz ersetzt.
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Die Überblattungen wurden mit PU-Leim verleimt und kraftschlüssig mit Eschendübel fixiert. Sonstigen bestehende Verbindungen wurden in zimmermannsmäßiger Art eingearbeitet und gesichert. Zur Sicherung wurden meist auch historische Verbindungsmittel, wie Holznägel aus Eichenholz, verwendet.
Im Bereich der Fachwerkwände im zweiten Obergeschoß wurden die Gefache durch aufwendige Sicherungsmaßnahmen, beispielsweise Aufhängungen durch Spanngurte, größtmöglich erhalten.
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Sparrensicherung
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Die statische Sicherung im Sparrenbereich wurde erreicht mittels Kontersparren, die kraftschlüssig durch Verschraubungen mit den bestehenden Sparren verbunden wurden. Der Windverband im Dachstuhlbereich wurde durch Plattenwerkstoffe (OSB) eingebaut, die über die alten Sparren gebracht wurden.
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