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Historisches Glasmacherdorf mit Museum, Schmidsfelden

Schmidsfelden 9
88299 Leutkirch im Allgäu
Stadtteil: Winterstetten
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07567 182042
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Glasmacherdorf Schmidsfelden

Ein einzigartiges Juwel in der Region.

Glasmacher bei der Arbeit Das komplett erhaltene Glasmacherdorf Schmidsfelden ist einer der wichtigsten touristischen Anziehungspunkte unserer Region mit hohem Erlebniswert. Auf Initiative des Besitzers, der Heimatpflege Leutkirch und der Projektgruppe Schmidsfelden kam vor Jahren wieder neues Leben in das Dorf. Haus für Haus wurde saniert; ein Bistro eröffnet, eine Naturschutzstation im Glasmagazin eingerichtet. Heute leben etwa 40 Personen in den ehemaligen Glasmacherhäusern. Eine bunte und lebendige Dorfgemeinschaft. 
 

Die Glashütte

Das Hüttengebäude präsentiert sich als mächtige, stützenlose Holzkonstruktion, 28 Meter lang, 14 Meter breit und stattliche 15 Meter hoch. In ihr standen die Schmelzöfen, in welchen die Glasmasse geschmolzen und flüssig gehalten wurde. Im Dachgebälk verlaufen Galerien in zwei Ebenen. Auf ihnen standen einst wassergefüllte Bottiche zur Brandbekämpfung

Das Glasmuseum

Das Glasmuseum informiert ausführlich über die Geschichte der Glasmacherei im Gebiet der Adelegg. Deutlich wird dabei die breite Produktionspalette der Hütte: Ob Tintengläsle oder großer Schlegel, Schnupftabak-Fläschle oder Weinkaraffe, Butzenscheibe oder großflächiges Fensterglas, in Schmidsfelden wurde vielseitig produziert.

Das Glasstudio

Mehr als 100 Jahre nachdem die Öfen stillgelegt wurden, wird in Schmidsfelden wieder Glas produziert. Glasmacher Stefan Michaelis fand im Dorf eine neue Heimat und knüpft an den einstigen Erfolg der Glasmacher auf der Adelegg an. Die alten Öfen konnten zwar nicht mehr funktionstüchtig gemacht werden, dafür entschied man sich für ein neues Glasstudio. Hier können sich auch Gäste als Glasbläser versuchen.

Urige Einkehr im alten Glasmagazin

Ob Glasmacherpfanne die in riesigen Pfannen vor den Gästen zubereitet wird oder einem Bauernvesper, können auch Kaffee und Kuchen geordert werden. Ausgeschenkt wird Apfelsaft der von Äpfeln aus dem Kreuzthal gepresst wurde.

Zur Geschichte des historischen Glasmacherdorfs

1678 kamen die Glasmacher aus dem Schwarzwald hierher: Die Glasmacherfamilie Schmid gründete mehrere Hütten, zuletzt, 1824/25, die in Schmidsfelden. Mit der fortschreitenden Industrialisierung und dem zunehmenden Ausbau der Verkehrswege brachen für die Glashütte in Schmidsfelden gut 200 Jahre später schwere Zeiten an. Im Jahre 1898 wurden in Schmidsfelden die Öfen stillgelegt. Die Besitzerfamilie ernährte sich fortan von der Landwirtschaft und dem Sägewerk. Die Arbeiterhäuschen begannen sich zu leeren. Bittere Armut zog auf vielen Höfen im Kreuzthal ein. Die Jungen wanderten ab, nur die Alten blieben. Und Schmidsfelden fiel in einen jahrzehntelangen Dornröschenschlaf.

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